Statt über den Strich zu klettern, auf den vorletzten Platz abgerutscht: Unser HFC kassierte gegen den Aufsteiger Preußen Münster eine bittere 1:4 (0:3)-Heimniederlage und ist die fünfte Partie in Folge ohne Sieg geblieben. „Die ersten 45 Minuten waren die schlechteste Halbzeit, seit ich in Halle bin. Nach zehn Spieltagen ist eine gewisse Tendenz zu erkennen. Es ist ab jetzt Abstiegskampf pur. Wir werden in den kommenden Wochen und Monaten mit aller Kraft gegen den Abstieg arbeiten müssen“, erklärte Trainer Sreto Ristic auf der Pressekonferenz und räumte ein, dass der Sieg der Preußen auch in dieser Höhe in Ordnung geht.

Das Unheil nahm bereits nach sechs Minuten seinen Lauf, als Malik Batmaz zum 0:1 per Kopf abstaubte. Leider konnte Dominic Baumann (17.) die große Chance zum Ausgleich nicht verwerten, traf mit seinem Kopfball nur die Lattenunterkante des Münsteraner Gehäuses. Fast im Gegenzug lief Batmaz (19.) unserer Abwehr auf und davon und erhöhte auf 0:2. „Wir wussten, dass Münster scharfe Waffen im Umkehrspiel hat. Nach dem zweiten Gegentreffer war die Mannschaft total verunsichert“, so Sreto Ristic. Dominic Baumann (34.) konnte auch seine zweite glasklare Chance nicht verwerten. Keeper Sven Müller verhinderte mit seinen Paraden gegen Sebastian Mrowca (22., 29.) und Daniel Kyerewaa (26., 36., 38.) das drohende 0:3, das dann zwei Minuten vor der Pause doch noch fiel. Benjamin Böckle flankte völlig unbedrängt auf den Jano Ter-Horst, der blank am langen Pfosten stand und vollendete.

Acht Minuten nach dem Wiederanpfiff war das Stadion wieder da. Die Flanke von Timur Gayret köpfte Aljaz Casar (53.) zum 1:3  ein. Die Rot-Weißen warfen alles nach vorn, hatten aber kein Glück beim Abschluss. Erich Berko (60.) köpfte vorbei. Aljaz Casar (68.) zielte zu zentral und den Schuss unseres Kapitäns Jonas Nietfeld (74.) holte Benjamin Böckle von der Torlinie. Die Gäste blieben ihrerseits mit Kontern immer gefährlich. Einen davon nutzte Joel Grodowski zum 1:4-Endstand. Unsere Mannschaft hat nun 14 Tage Zeit, um sich zu regenerieren und Kräfte für die nächste Aufgabe zu sammeln. Am 21. Oktober kommt Jahn Regensburg ins Leuna-Chemie-Stadion. Dann wird die Mannschaft alles in die Waagschale werfen, um die Negativserie zu beenden.