Vorbereitung auf Ausstellung zum HFC-Jubiläum läuft auf Hochtouren
Der Wintereinbruch hat zwar jegliche Trainingspläne des Betreuerstabs des HFC über den Haufen geworfen. Die Vorbereitungen auf die neue Sonder-Ausstellung zum 60-jährigen Bestehen unseres Vereins im LEUNA-CHEMIE-STADION laufen dagegen unbeeindruckt von Eis und Schnee auf Hochtouren. Die Organisatoren haben bereits zahlreiche Exponate und seltene Erinnerungsstücke zur Geschichte unseres Traditionsvereins zusammengetragen. Die Besucher der Sonder-Ausstellung, die vom 19. bis 29. Januar läuft, erwartet die bisher umfangreichste Rückschau auf sechs Jahrzehnte des Halleschen Fußballclubs, der am 26. Januar 1966 im damaligen Interhotel „Stadt Halle“ gegründet wurde. Zugleich gibt es bei dieser Jubiläumsschau ein Wiedersehen mit zahlreichen früheren Spielern der Rot-Weißen, angefangen von Gunter Amler bis hin zu Uwe Zorn. Schon zur Eröffnung am 19. Januar um 17 Uhr können sich die Besucher der Ausstellung auf die Begegnung mit HFC-Legenden wie Werner Peter, Holger Krostitz und Wolfgang Schmidt freuen. Auch Detlef Robitzsch und Roland Wawrzyniak haben ihr Kommen zugesagt. Zu ihnen gesellen sich Erhard Mosert und Peter Klemm, die die Brandkatastrophe von 1971 in Eindhoven miterlebt haben. Und die Organisatoren hoffen, dass sie nach 50 Jahren auch Manfred Vogel, den einzigen DDR-Oberliga-Torschützenkönig des HFC, begrüßen können.
Der 22. Januar steht ganz im Zeichen der „Clubretter“, also jener jungen Mannschaft, die 1994/95 in der Amateur-Oberliga die rot-weiße Fahne unseres Vereins hochhielt, obwohl das Team auf verlorenem Posten stand und am Ende kein Spiel gewinnen konnte. Ihr Einsatz bewahrte den damals finanziell angeschlagenen HFC vor dem Absturz in die Niederungen des Fußballs. Mit dabei ist auch der frühere Spieler und Trainer Michael Rehschuh, der die B-Jugend des HFC im Jahr 1976 als Mannschaftskapitän zum DDR-Meister-Titel führte. Die Truppe will im Sommer den 50. Jahrestag ihres Erfolges zünftig feiern. Schon 1969 war unser Verein auch Juniorenmeister geworden. Die Goldmedaille, die die Siegerelf erhielt, wird in der Ausstellung zu sehen sein.
Sie stammt aus dem Fundus von Hartmut Meinert, auf den am 26. Januar zum Gründungstag des HFC eine besondere Würdigung wartet. Er und Dieter Strozniak bekommen im Rahmen der Ausstellung an diesem Tag ihre Urkunden als Ehrenmitglied unseres Vereins überreicht. Die Mitgliederversammlung hatte beschlossen, mit dieser Auszeichnung das jahrelange Engagement der beiden HFC-Legenden, die wahrlich HFC-Geschichte geschrieben haben, zu würdigen. Der 74-jährige Hartmut Meinert gehörte zur „Goldenen Fußball-Generation“ des HFC Chemie. Der 1,83 Meter große defensive Mittelfeldspieler übernahm 1976 von Bernd Bransch die Kapitänsbinde. Er absolvierte insgesamt 272 Oberligaspiele für die Rot-Weißen. Auch Dieter Strozniak hat sich mit 357 Pflichtspielen und 26 Toren einen Platz in den Annalen unseres Vereins gesichert. Auf den 70 Jahre alten Hallenser konnte sich der HFC immer verlassen. Auch daher wurde „Stroze“ bei einer Umfrage 2011 zum populärsten Fußballer unseres Vereins gewählt. Am Jubiläumstag werden auch die ehemaligen Spieler Ulrich Rothe, Dieter Ilgner und Gunter Amler schildern, wie sie die Gründung des HFC Chemie am 26. Januar vor 60 Jahren erlebt haben.
Zum Abschluss der Ausstellung am 29. Januar gibt es noch einmal ein Stelldichein von Spielern, Trainern und Verantwortlichen, die vor allem nach der Jahrtausendwende die Entwicklung des HFC geprägt haben. Dazu zählen auch der langjährige Präsident Michael Schädlich, in dessen Amtszeit unser Verein zwei Aufstiege und die Einweihung eines neuen Stadions feiern konnte. Neben Sascha Pfeffer und Dennis Mast, die beide aus der Talenteschmiede des HFC kamen, wird auch Torsten Ziegner über seine Zeit in Halle sprechen. Der Thüringer war nicht nur der 25. Trainer in der Geschichte des Vereins, er holte in der Saison 2018/19 auch die höchste Punktausbeute und beste Platzierung des HFC in der dritten Profiliga. Welche Schicksalsschläge mancher Fußballer aushalten muss, das können die Besucher von Niklas Kreuzer, unserem früheren Rechtsverteidiger und Luka Vujanic erfahren. Beide Fußballer haben immer wieder hervorgehoben, wie wichtig ihnen die Rückendeckung der ganzen HFC-Familie im Kampf um ihre Genesung war und ist. Und natürlich werden auch Spieler und Staff-Mitglieder aus der aktuellen Mannschaft der Rot-Weißen bei der Sonder-Ausstellung auftauchen, um die Geschichte unseres Vereins kennenzulernen und Autogramme zu geben.
Die Ausstellung im Businessbereich des Stadions ist an folgenden Tagen geöffnet:
- Montag, 19. Januar: 17 bis 21 Uhr
- Dienstag, 20. Januar, bis Freitag, 23. Januar: 16 bis 20 Uhr
- Samstag, 24. Januar: 14 bis 18 Uhr
- Sonntag, 25. Januar: Geschlossen
- Montag, 26. Januar, bis Donnerstag, 29. Januar: 16 bis 20 Uhr
Hinweis: Die Ausstellung kostet keinen Eintritt. Auch die Parkplätze am Funktionsgebäude des Stadions können kostenlos genutzt werden. Für Besucher mit körperlichen Beeinträchtigungen steht ein Fahrstuhl im Funktionsgebäude zur Verfügung (Bitte bis 2. Etage fahren).