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Staffelstab-Übergabe bei der Traditionself

Staffelstab-Übergabe bei der Traditionself

„Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei“ - Das wusste schon der frühere Trio-Sänger Stephan Remmler, der mit dieser „Volksweisheit“ vor 40 Jahren als Solist einen Hit landete. Und so hat auch Ulrich Rothe als Organisator der Traditionsmannschaft des HFC für sich entschieden, jetzt mit 80 Jahren ins zweite Glied zurückzutreten. Viele Jahre lang war der ehemalige DDR-Oberliga-Spieler der Ansprechpartner für alle jene Vereine vornehmlich in der Region um Halle, die gegen die HFC-Allstars eine Begegnung bestreiten wollten. „Ich ziehe mich aber nicht völlig zurück, werde noch den Kontakt zum Betreuerteam halten“, so der frühere HFC-Mittelfeldspieler, der am 5. Oktober 1969 mit dem 3:2-Siegtreffer gegen den polnischen Serienmeister Gornik Zabrze vor 30 000 Zuschauern bei der Einweihung des Flutlichts im Kurt-Wabbel-Stadion eine Sternstunde in seiner Laufbahn erlebte. „Es hat viel Spaß gemacht, die Oldietruppe zu betreuen“, so Uli Rothe. 

Der einstige Leichtathlet, der 1965 mit dem SC Chemie Halle den Meistertitel in der 4 mal 400 Meter-Staffel gewann, hat den Staffelstab mit Jahresbeginn an Maik Völkner und Lars Georg übergeben. Sie kümmern sich nun um die Organisation der Spiele der HFC-Traditionself. Lars Georg hat selbst lange die Töppen für die Oldie-Truppe unseres Vereins geschnürt. „Uli hatte mich schon vor einiger Zeit angesprochen, ob ich seine Aufgabe übernehmen würde“, so der frühere Mannschaftskapitän des HFC, der von 1997 bis 2007 die Armbinde bei den Rot-Weißen trug. Und weil der 51-jährige Hallenser beruflich stark eingespannt ist, holte er Maik Völkner mit ins Boot. Der Hallenser war im Alter von 14 Jahren über das Bezirkstrainingszentrum als Torwart-Talent zum HFC Chemie gekommen. Für den gelernten Kfz-Mechaniker ging damit ein Traum in Erfüllung. 

Als Keeper in der Nachwuchs-Oberliga eiferte er damals seinen Vorbildern Toni Schumacher vom 1. FC Köln und René Müller von Lok Leipzig nach. Als sich der HFC für die 2. Bundesliga qualifizieren konnte, wollte natürlich auch er Fußballprofi werden. Es sollte ganz anders kommen. Kaum, dass er und die anderen in seiner Elf das Männeralter erreicht hatten, war das Abenteuer Profifußball für den HFC nach einem kurzen Intermezzo schon 1992 wieder vorbei. Nach dem verpassten Aufstieg in die Regionalliga setzte im Jahr darauf ein personeller Aderlass ein. Plötzlich mussten die jungen Spieler ran. Der 1,87 Meter große Torhüter stand in der „Clubretter“-Mannschaft, die bei der Ausstellung zum 60-jährigen Bestehen unseres Vereins besonders geehrt wurden. In der Saison 1994/95 hat die Truppe zusammen mit einer Handvoll von Fans in der Stunde der größten Not die Fahne des Vereins hoch gehalten und damit den traditionsreichen Halleschen FC vor dem Absturz in die Bedeutungslosigkeit bewahrt. „Uns ist nie der Gedanke gekommen, einfach aufzuhören“, so „EmVau“, wie ihn seine Freunde rufen.  

Einige der Spieler aus dieser Elf laufen inzwischen auch mit unserer Traditionsmannschaft auf. Im Gegensatz zur damaligen Situation verlieren die HFC-Oldies allerdings kaum eine Begegnung. Maik Völkner und Lars Georg treten damit in große Fußstapfen. Immerhin wurde die Traditionself der Rot-Weißen schon vor 50 Jahren aus der Taufe gehoben, als unser 72-facher Auswahlspieler und Olympiasieger Bernd Bransch seine erfolgreiche Karriere beendete. Klaus Hoffmann, Pokalsieger von 1956 und 1962,  hatte die Idee, solch eine Truppe von Altaktiven ins Leben zu rufen. Im Laufe der Zeit spielten HFC-Legenden wie Klaus Urbanczyk, Günter Hoffmann, Roland Nowotny, Werner Peter, Werner Lehrmann, Werner Okupniak und Günter Riedl dort mit. Besonders beliebt waren damals die Ausflüge ins Mansfelder Land. „Wir bekamen auf den Dörfern tolle Wurstpakete, Körbe voller Erdbeeren oder leckeren Speckkuchen“, erinnert sich Dieter Ilgner, der akribisch Buch führt über alle Partien der Traditionsmannschaft des HFC. Er gehört so wie auch Hartmut Meinert, Dieter Strozniak, Detlef Robitzsch und Gerd Winter zum Betreuerteam unserer Altaktiven, die im Vorjahr unbezwungen geblieben sind. 

Traditionsmannschaft des HFC: Michael Walther, Norbert Guth, Stephan Bärwald, Ringo Robert, Markus Kluge, Uwe Rackowitz, Matthias Wenzig, Andreas Eichfeld, René Stark, Felix Krause, Enrico Kricke, Matthias Fengler, Jörg Stollberg, Markus Lüdicke, Thomas Liesenhoff, Daniel Teubel, Stefan Kunze, Jan Eberhardt, Sascha Kindling, Sascha Pfeffer, Frank Müller, Manuel Arnhold, Andreas Jüttner, Patrick Zimmermann, Oliver Kühr, Peter Freund, Tom Persich, Timo Lesch, Toni Lindenhahn, Torsten Gleim, Marcel Geidel