HFC GEDENKT DER OPFER DES FALLSCHIRM-UNGLÜCKS
Am heutigen 26. September gibt es einen besonderen Anlass zur Besinnung: An diesem Tag jährt sich zum 29. Mal das Fallschirm-Unglück von 1997, bei dem vier Menschen auf tragische Art und Weise ihr Leben verloren.
Am Abend des 26. September 1997 sollte im Kurt-Wabbel-Stadion eigentlich ein Fußballfest steigen. Erstmals trafen der HFC und der VfL Halle 96 in der NOFV-Oberliga aufeinander. Mehr als 10.000 Fußballfans hatten sich eingefunden, um das mit Spannung erwartete Stadt-Derby zu verfolgen. Werbebanner und der Spielball sollten vom Himmel schweben. In der Pause war der Auftritt eines Spielmannszuges vorgesehen.
Doch es kam ganz anders. Statt einer stimmungsvollen Flutlicht-Partie erlebten Zuschauer, Spieler und Betreuer eine Tragödie. Bei einem der Springer vom 1. FSC Halle-Oppin öffnete sich der Fallschirm nicht. Der Fallschirmspringer stürzte mit hoher Geschwindigkeit in eine Gruppe von Menschen, die vor einem Kassenhäuschen an der Badkurve standen, um noch eine Eintrittskarte für die Begegnung zu bekommen.
Drei Menschen aus der Warteschlange – ein 18-jähriger A-Jugend-Torwart, ein 21-jähriger Fan und ein 28 Jahre alter Student – kamen ums Leben. Auch der Fallschirmspringer, ein 37 Jahre alter Vater von drei Kindern, überlebte den Absturz nicht. Sieben weitere Menschen wurden verletzt.
Bis heute gilt das Geschehen als das schwerste Unglück in der Sportgeschichte der Stadt Halle und als der „schwärzeste Tag“ in den Annalen des HFC.
Erst nach und nach sickerte damals auf den Traversen durch, was geschehen war. Überall im Stadionrund herrschten Fassungslosigkeit und Trauer. Die Partie wurde angesichts der dramatischen Ereignisse nicht angepfiffen.
Der damalige Stadionsprecher Uli Kliem forderte die Zuschauer auf, das Stadion über den Rasen und das Marathontor zu verlassen. Auch seinem besonnenen Auftreten und seinen beruhigenden Worten war es zu verdanken, dass die rund 10.000 Zuschauer seiner Aufforderung folgten und das Stadion nach der Absage der Begegnung verließen, ohne dass Chaos oder Panik ausbrachen.
Viele Hallenser und Fußball-Anhänger brachten in den Tagen danach Blumen, Plüschtiere und andere Zeichen des Mitgefühls an die Unglücksstelle. Ein Jahr nach dem Drama legten Vertreter beider Vereine Kränze am Ort des Unglücks nieder.
Nach dem Neubau des Stadions wurde eine Gedenktafel an der historischen Mauer neben dem Marathontor eingelassen. Sie erinnert bis heute an die vier Opfer dieses tragischen Ereignisses.
Auch heute, am 26. September 2026, gedenken wir der vier Menschen, die vor 29 Jahren ihr Leben verloren haben. Vertreter unseres Vereins und des VfL Halle werden an der Gedenktafel ein Blumenbukett niederlegen und damit die Erinnerung an die Opfer wachhalten.
Unsere Gedanken sind an diesem Tag bei den Verstorbenen, ihren Angehörigen und Familien sowie bei all jenen, die das tragische Geschehen damals miterleben mussten.
Wir werden die Opfer des 26. September 1997 nicht vergessen.