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Zweites Stadt-Derby gegen Turbine im Pokal

Zweites Stadt-Derby gegen Turbine im Pokal

Nach dem 2:2-Remis im Punktspiel gegen den SV Babelsberg will und muss der HFC die nächste Hürde im Landespokal nehmen. Die Rot-Weißen freuen sich schon auf das mit Spannung erwartete Stadt-Derby gegen die Landesliga-Elf von Turbine Halle. „Wir wollen uns bei diesem Duell den Frust von der Seele schießen“, hatte HFC-Torhüter Sven Müller nach der bitteren Punkteteilung gegen die Nulldreier im HFC-TV verkündet. Auch  Burim Halali richtete schon kurz nach dem Abpfiff der Flutlicht-Partie den Blick nach vorn: „Jetzt geht es darum, alles zu geben, um im Pokal eine Runde weiterzukommen“, so der Innenverteidiger, der in Halle-Neustadt aufgewachsen ist. Und Serhat Polat hofft, dass ihm nicht nur im Pokal wieder mal ein Tor gelingt. „Irgendwann wird es klappen“, gibt sich der wieselflinke und dribbelstarke Linksaußen, dessen Formkurve wieder nach oben zeigt, zuversichtlich.

Bei Malek Fakhro scheint der Knoten endlich geplatzt zu sein. Immerhin schnürte der libanesische Nationalspieler gegen Babelsberg seinen ersten Doppelpack in dieser Saison. „So kann es ruhig weitergehen“, meinte der 27-jährige bullige Stürmer, der jetzt mit fünf Treffern als bester HFC-Spieler auf Platz 11 in der Torjäger-Liste der Regionalliga Nordost auftaucht, vor dem Pokalspiel gegen Turbine. Lucas Ehrlich, der im Landespokal schon viermal erfolgreich war, hält die bevorstehende Aufgabe auf dem Felsen allerdings nicht für einen Selbstläufer. „Unser Kontrahent wird uns den Sieg nicht schenken. Daher müssen wir fokussiert sein und alles reinhauen“, so der 21 Jahre alte Mittelstürmer. Ein Blick auf die Tabelle der Landesliga Süd verrät, dass sich der HFC auf einen  Kontrahenten einstellen muss, der sich auf dem Höhenflug befindet. Turbine hat sieben Pflichtspiele in Folge gewonnen und liegt derzeit auf dem zweiten Tabellenplatz der Landesliga Süd. Zuletzt wurde die formstarke Elf des 1. FC Zeitz auswärts mit 1:0 bezwungen. 

Die Partie zwischen Turbine und dem HFC ist übrigens das zweite Aufeinandertreffen der beiden Halleschen Traditionsvereine im Sachsen-Anhalt-Pokal. Bereits am 9. September 2018 standen sich beide Mannschaften in der zweiten Pokalrunde auf dem Felsen gegenüber. Die Gastgeber von Turbine Halle unterlagen dem damaligen Drittligisten mit 0:8. Die Tore für den HFC schossen Sohm und Pagliuca (je 3) sowie Guttau und Ludwig. Bereits am 15. Juni 2016 endete ein Benefizspiel zwischen beiden Teams vor über 1 000 Zuschauern in der Felsen-Arena mit einem 8:0-Sieg für den HFC. Die Einnahmen aus dieser Partie, die in einer Volksfest-Atmosphäre stattfand, kamen dem Projekt Kunstrasen-Platz des Vereins zugute. Turbine Halle kann auf eine lange Fußball-Tradition zurückblicken. 1950 wurde der Verein als Betriebssportgemeinschaft des VEB Energieversorgung Halle gegründet. In der Oberliga-Saison 1951/52 wurde Turbine sogar  DDR-Meister. Es blieb bis heute der einzige Meistertitel für einen Halleschen Fußballverein.

Im Laufe der Zeit haben immer wieder Fußballer des Klubs auf dem Felsen angeheuert. So auch die früheren HFC-Oberliga-Spieler Dieter Ilgner, Rainer Topf, Gerd Beyer und Diethard Stricksner, die Anfang der 1970er Jahre bei Turbine nochmal den Turbo starteten. „Damals haben wir nur knapp den Aufstieg in die DDR-Liga verpasst“, bedauert Ilgner, der später als Trainer fast zehn Jahre lang die Turbine-Elf betreute. „Für mich hat jedenfalls ein Fußballspiel mit Turbine immer noch einen besonderen Reiz“, bekennt der 80 Jahre alte Hallenser. Er gehört heute zum Betreuerteam der HFC-Traditionself, die schon manchen Strauß mit den Turbine-Oldies ausgefochten hat. Und er hofft wie alle Beteiligten, dass das Pokal-Derby ein Fußballfest wird.

Das Viertelfinale im Landespokal der Saison 2025/26 zwischen Turbine Halle und dem HFC wird am Sonnabend, dem 15. November, um 13 Uhr auf dem Felsen-Sportplatz angepfiffen.