Vorbericht Spieltag
Die Heimstätte des HFC kann am Sonntag ein ungewöhnliches Jubiläum feiern: Mit dem RSV Eintracht aus Stahnsdorf läuft die 100. Fußball-Vertretung in unserem modernen Stadion auf. Das „Wohnzimmer“ unseres Vereins wurde am 20. September 2011 mit der Partie gegen den Hamburger SV eingeweiht. Das erste Punktspiel in der Regionalliga im Erdgas-Sportpark, wie das Stadion damals hieß, ging am 30. September 2011 gegen den SV Wilhelmshaven über die Bühne. Der HFC war Tabellenführer und gewann die Partie mit 2:0. Seither gaben 99 Vereine beziehungsweise Auswahlteams ihre Visitenkarte im neuen Stadion in Halle ab. Dabei handelt es sich um 53 Vereine in der dritten Profiliga, 14 Kontrahenten aus der Regionalliga, 13 Zweitvertretungen der 3. und Regionalliga, fünf Gegner im DFB-Pokal, drei Mannschaften aus dem Landespokal, fünf Vereine bei Freundschaftsspielen und sechs unterschiedliche DFB-Auswahlmannschaften.
Der RSV Einheit wird als Neuling in der Regionalliga Nordost zum Punktspiel am 11. Oktober um 14 Uhr gegen den HFC im heutigen LEUNA-CHEMIE-STADION die Hundert voll machen. Wer wissen will, welche Teams in den zurückliegenden 15 Jahren in unserer Heimstätte aufgelaufen sind, kann in der aktuellen Online-Ausgabe unseres Stadionhefts „Der Chemiker“ eine Auflistung finden. Dort gibt es außerdem die aktuellen Informationen und Statistiken zu unserer Mannschaft und dem Kontrahenten aus Stahnsdorf sowie die ständige Rubrik „Lage der Liga“. In der Ausgabe mit der Nr. 391 stehen auch Beiträge über die Einweihung des Bernd-Bransch-Platzes am Fanhaus und über das Gedenken an die Opfer der schrecklichen Brandkatastrophe vor 55 Jahren vor dem Europapokal-Rückspiel des HFC Chemie in Eindhoven, als auch ein junger HFC-Spieler ums Leben kam.
Und wir haben einen leidenschaftlichen HFC-Fan getroffen, der unserem Verein ein besonderes Geschenk gemacht hat. Dabei handelt es sich um ein HFC-Trikot mit den Autogrammen von Norbert Nachtweih und Jürgen Pahl, die vor 50 Jahren in den Westen geflüchtet sind, um in der Bundesliga zu spielen. Die rot-weißen Talente gewannen Anfang der 1980er Jahre mit Eintracht Frankfurt den Europapokal und den DFB-Pokal, gingen dann aber getrennte Wege. Nun sind sie zumindest auf einem Trikot ihres Heimatvereins wieder vereint. Für alle Sammler: Seine Visitenkarte gibt diesmal unser Rechtsverteidiger Marius Hauptmann ab, der sich zu einer echten Stammkraft entwickelt hat.