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Sven Müllers Jubiläum zwischen Freud und Leid

Sven Müllers Jubiläum zwischen Freud und Leid

Das haben vor ihm nur wenige HFC-Keeper geschafft: Unser Stammtorwart Sven Müller hat am Freitagabend in der Regionalliga Nordost gegen den FC Carl Zeiss Jena sein 100. Punktspiel für den Halleschen FC absolviert. Bei seinem Jubiläumseinsatz lagen wie so oft im Profifußball allerdings Freud und Leid wieder einmal dicht beieinander. Einerseits besaß sein 100. Spiel für unseren Verein für ihn „einen großen Stellenwert“. Andererseits hat natürlich auch unseren Keeper die 0:2-Niederlage geschmerzt, wobei er bei den beiden Treffern keine Chance hatte. Durch einige tolle Paraden konnte Sven Müller sogar noch eine mögliche höhere Niederlage unserer Mannschaft gegen die Thüringer verhindern. „Das ist freilich nur ein schwacher Trost“, räumte der Jubilar nach der Partie vor rund 11 5000 Zuschauern im LEUNA-CHEMIE-STADION enttäuscht ein. Nun gilt sein ganzes Augenmerk dem letzten Punktspiel der Saison beim FC Eilenburg und vor allem dem Finale im Landespokal am 23. Mai im heimischen Stadion gegen Germania Halberstadt. „Das wird nicht einfach, doch wir wollen natürlich den Pott holen und damit für einen versöhnlichen Saisonabschluss für den Verein und besonders für unsere treuen Fans sorgen“, so der Jubilar.

Sven Müller, der schon lange zu einem Sympathieträger unseres Vereins geworden ist, steht mittlerweile die fünfte Saison beim HFC unter Vertrag. Sein erstes Spiel für die Hallenser hat der gebürtige Kölner, der am Rosenmontag seinen 30. Geburtstag gefeiert hat, am 21. Oktober 2020 in der Drittliga-Partie gegen den SV Meppen bestritten. Der 1,90 Meter große Torhüter feierte damals ein gelungenes Debüt im Trikot der Rot-Weißen. Der HFC gewann die Begegnung unter Flutlicht klar mit 4:1-Toren. Er war vor der Saison vom Karlsruher FC an die Saale gewechselt. „Und das habe ich nie bereut“, so Sven Müller, der sich mit seiner Frau, die er 2024 in Halle geheiratet hat, sehr wohl in seiner zweiten Heimat an der Saale fühlt. Sven Müller kann nach der automatischen Vertragsverlängerung im März dieses Jahres auch in der nächsten Saison 2025/26 in der Regionalliga Nordost das Tor des Halleschen FC hüten. Seit einiger Zeit arbeitet er in Personalunion auch noch als Torwart-Trainer in unserem Traditionsverein.  

Die Laufbahn von Sven Müller begann beim SC West Köln, ehe er 2004 in die Jugend des 1. FC Köln wechselte. Damals bestritt er auch ein Länderspiel mit der U 15-Auswahl des DFB. Und er kann auch einen Bundesliga-Einsatz für den Kölner FC vorweisen. Wie ein Blick in die Annalen verrät, ist Sven Müller erst der fünfte Torhüter in der 60-jährigen Geschichte des HFC, der die Marke von 100 Punktspielen für den HFC geknackt hat. Die Liste in der „Hall of Fame“ führt unsere Torwart-Legende Darko Horvat an. Der 52-jährige Kroate hat von 2007 bis 2013 insgesamt 197 Mal für den halleschen Verein zwischen den Pfosten gestanden. Mit ihm mithalten kann nur Jens Adler, der von 1983 bis 1994 fast 200 Pflichtspiele für den HFC absolvierte. Lange vor ihm stand schon mit Helmut Brade ein Ausnahme-Torhüter im Kasten des HFC Chemie. Wie sein Vorgänger Helmut Wilk, der auf 123 Einsätze kam,  zählte er „nur“ 1,78 Meter Körpergröße. Der Sachse, der aus Krostitz stammt, kam auf 138 Spiele für den HFC. Maik Völkner, dessen Laufbahn in der Saison 1994/95 in der „Clubretter“-Mannschaft begann, bestritt bis 2003 insgesamt 159 Spiele für den HFC.  

Stamm-Torhüter beim HFC: Helmut Wilk (123 Einsätze von 1961 bis 1969), Helmut Brade (138 von 1969 bis 1978), Frank Jaenecke (67 Spiele von 1976 bis 1983), Jens Adler (198 Einsätze von 1983 bis 1994), Maik Völkner (159 von 1994 bis 2003), Eniz Paden (59 von 2001 bis 2004), Matthias Küfner (80 von 2004 bis 2007), Darko Horvat (197 Einsätze von 2007 bis 2013), Pierre Kleinheider (55 Einsätze von 2013 bis 2015), Fabian Bredlow (68 Spiele von 2015 bis 2017). Kai Eisele (85 von 2018 bis 2021), Sven Müller (100 Einsätze seit 2020)