Stelldichein der HFC-Legenden beim Jubiläumsspiel
Die Vorfreude auf das Jubiläumsspiel des HFC gegen Gornik Zabrze steigt mit den Temperaturen, die am Sonntag um 14 Uhr im LEUNA-CHEMIE-STADION erwartet werden. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Begegnung zum 60-jährigen Besten unseres Vereins mit Weltmeister Lukas Podolski zugleich ein Stelldichein von HFC-Spielern aus sechs Jahrzehnten des Halleschen FC wird. Auf der Haupttribüne, die zum Glück auf der Schattenseite des Stadions liegt, werden auch Torwart-Legende Jens Adler, der rund 200 Partien im Kasten der Rot-Weißen bestritten hat, und der ehemalige Top-Torjäger Lutz Schülbe, der mit seinen Treffern maßgeblich am Aufstieg im Jahr 1991 in die 2. Liga beteiligt war, die Partie verfolgen.
Unser ehemaliger Abwehrrecke Andreas „Meppe“ Wagenhaus wird nach längerer Pause dorthin zurückkehren, wo er in der 1980er Jahren eine große Aktie an der Rückkehr des HFC in die DDR-Oberliga hatte, ehe er nach Dresden ging. Von dort kam Jan Rziha nach Halle, der als Libero mit dem HFC die Qualifikation zur 2. Bundesliga schaffte. „Tschi“ verletzte sich leider im Uefa-Cup-Hinspiel gegen Torpedo Moskau so schwer, dass er fast seine Karriere frühzeitig beenden musste. Sein damaliger Kumpel und früherer Mitspieler Giesbert Pennecke wird ihn zum Spiel gegen Gornik begleiten. Auf der Sparkassen-Tribüne sitzen wird außerdem Nico Kanitz, Kapitän der Aufstiegsmannschaft von 2012 in die dritte Liga. Kommen wird auch Patrick Mouaya, der mit Francky Sembolo in der Liga eine erfolgreiche Spaß-Fraktion bildete und später einige Zeit auch Mannschaftsbetreuer war. Und Sascha Pfeffer, der auch in der Traditionself des HFC der Goalgetter ist.
Nicht zu vergessen Kult-Keeper Maik Völkner, der zahlreiche Mitstreiter aus der „Clubretter-Mannschaft“ von 1994/95 wie Jan Riedl und Sven Kitzinger, der beim 2:12 im Freundschaftsspiel gegen Bayern München den HFC mit 1:0 in Führung schoss, im Schlepptau hat. Es gibt auch ein Wiedersehen mit unserem langjährigen Mannschaftskapitän Lars Georg und Torjäger Enrico Kricke. Sein Vorgänger als „Torschütze vom Dienst“, Werner Peter, will sich die Partie nicht entgehen lassen. Er hat 1980 von der Olympischen Spielen aus Moskau eine Silbermedaille mitgebracht. Aus Osterode am Harz kommt die HFC-Legende Wolfgang Schmidt, der von 1970 bis 1986 mehr als 300 Spiele für die Rot-Weißen absolvierte. „Wenn mein Verein ein Jubiläum feiert, bin ich natürlich dabei“, so der „Schmidter“, der 2022 im Stadion eine bewegende Rede zur Trauerfeier für seinen ehemaligen Mannschaftskapitän, den 72-fachen DDR-Nationalspieler und zweifachen „Fußballer des Jahres“, Bernd Bransch, gehalten hat, der im Alter von 77 Jahren verstorben ist.
Am Sonntag gibt es bereits um 12 Uhr auf der Bühne in der Kantstraße eine lockere Talk-Runde mit weiteren HFC-Legenden wie Dieter Strozniak, Hartmut Meinert, Manfred Fülle, Holger Krostitz und Detlef Robitzsch, die schon vor über einem halben Jahrhundert gegen Gornik Zabrze aufgelaufen sind. Dabei werden sie manche spannende oder lustige Episode zum Besten geben. Mit dabei ist natürlich auch Ulrich Rothe, der zur Flutlicht-Premiere am 5. Oktober 1969 gegen die polnische Spitzenmannschaft den 3:2-Siegtreffer erzielte. Natürlich wollen wir von ihnen auch wissen, was sie der DFB-Elf von Julian Nagelsmann bei der Weltmeisterschaft zutrauen, nachdem das letzte Gruppenspiel gegen Ecuador mit 1:2 verloren wurde. Und ob sie glauben, dass der Hallesche FC im dritten Anlauf in die dritte Profiliga zurückkehrt.
Und es versteht sich von selbst, dass die versammelten HFC-Spieler aus sechs Jahrzehnten unserer Vereinsgeschichte, zu denen sich die aktuelle Regionalliga-Mannschaft von Trainer Robert Schröder nach dem Jubiläumsspiel gesellen wird, für Autogramme und Fotos zur Verfügung stehen werden.