Souveräner Auftritt in der Hauptstadt
Am Nachholspieltag der Regionalliga Nordost hat der Hallesche FC seine Aufgabe beim Tabellenschlusslicht Hertha 03 Zehlendorf seriös gelöst. Mit dem 4:1-Erfolg feierte der HFC im Stadion Lichterfelde vor 570 Zuschauern den vierten Sieg in Folge im Kalenderjahr 2026.
Geduld als Schlüssel
Im Vergleich zum Wochenende musste der HFC personell reagieren: Landgraf und Hauptmann fehlten gelbgesperrt. Löhmannsröben rückte zurück in die Startelf und führte die Mannschaft als Kapitän aufs Feld. Damelang übernahm für Hauptmann, während Becker für Landgraf auf der Sechs agierte und dort für Stabilität sorgen sollte.
Die Partie begann erwartungsgemäß mit viel Ballbesitz für die Gäste. Zehlendorf verteidigte kompakt und machte die Räume im Zentrum eng. Der HFC suchte nach Lösungen über die Flügel, fand zunächst jedoch kaum Durchbrüche mit klarer Strafraumpräsenz.
Mit zunehmender Spieldauer erhöhte Halle die Präzision im letzten Drittel – und belohnte sich. Nach einer sauber ausgespielten Aktion über die rechte Seite landete der Ball im Zentrum bei Stierlin, der aus kurzer Distanz zur Führung einschob (28.). Es war der Dosenöffner in einer bis dahin zähen Begegnung.
Schlagabtausch vor der Pause
Die Führung brachte Dynamik in das Spiel. Zehlendorf nutzte eine Unachtsamkeit an der Strafraumkante und kam durch einen platzierten Abschluss zum Ausgleich (39.). Doch der HFC antwortete abgeklärt. Direkt nach dem 1:1 stellte Halle die Weichen erneut auf Führung: Ein langer Ball von Löhmannröben aus dem Halbfeld fand Wosz, der technisch anspruchsvoll verarbeitete und flach vollendete. Noch vor dem Seitenwechsel erhöhte Stierlin nach einer Standardsituation auf 3:1 (44.). Die Gäste nutzten ihre Effizienz in dieser Phase konsequent aus und sorgten für klare Verhältnisse.
Stierlin krönt starken Auftritt
Nach Wiederbeginn kontrollierte der HFC Tempo und Rhythmus. Zehlendorf versuchte, über zweite Bälle ins Spiel zurückzufinden, doch Halle blieb strukturiert in der Restverteidigung und ließ kaum klare Chancen zu.
In der 59. Minute folgte die Vorentscheidung: Nach Ballgewinn im Mittelfeld schaltete der HFC schnell um, Stierlin blieb im Strafraum erneut eiskalt und schnürte seinen Dreierpack zum 4:1. Der Offensivmann war mit seiner Präsenz im Zentrum und sauberem Timing der entscheidende Faktor des Abends.
Auch die Gelb-Rote Karte gegen Baró in der 64. Minute brachte keine Unruhe mehr ins Hallenser Spiel. In Unterzahl verteidigte der HFC diszipliniert und spielte die Begegnung souverän zu Ende.
Pflicht erfüllt – Fokus auf Chemnitz
Unter dem Strich steht ein verdienter Auswärtssieg. Die Saalestädter zeigten die nötige Professionalität gegen einen tief stehenden Gegner auf schwer zu, nutzte seine Chancen konsequent und ließ sich auch von der zwischenzeitlichen Überzahl des Gegners nicht aus dem Konzept bringen.
Bereits am Samstag geht es im LEUNA-CHEMIE-STADION weiter: Dann empfängt der HFC den Chemnitzer FC.