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„Landi“ vor seinem 300. Einsatz beim HFC

„Landi“ vor seinem 300. Einsatz beim HFC

Das wird kein Fußball-Spiel wie jedes andere: Wenn der HFC am Sonntag um 14 Uhr im LEUNA-CHEMIE-STADION den 1. FC Lok Leipzig empfängt, dann kommt es zu einem echter Klassiker des ostdeutschen Fußballs. Allein in der DDR-Oberliga haben der HFC Chemie und „die Loksche“ seit der Klubgründung der Rot-Weißen am 26. Januar 1966 schon 44 Mal die Klingen gekreuzt. Was dem Duell am Sonntag einen zusätzlichen Reiz verleiht: Seit dem Abstieg unseres Vereins aus der dritten Liga in der Saison 2023/24 konnte der HFC in der Regionalliga noch keinen Sieg gegen die Lok-Elf verbuchen. Zweimal trennten sich beide Teams Remis, ebenso oft gewann der 1. FC Lok - und das beide Male in unserem „Wohnzimmer“ in Halle. Es ist also an der Zeit für unsere Elf, den Bock umzustoßen und endlich auch drei Punkte in der Regionalliga gegen die Messestädter „einzufahren“.

Einer, der sich dafür besonders ins Zeug legen dürfte, ist Niklas Landgraf, unser Verteidiger mit der Rückennummer 31. Wenn er gesund bleibt und der Trainer ihn aufstellt, wäre das Derby gegen Lok am 25. Oktober dieses Jahres sein 300. Einsatz in einem Pflichtspiel für unseren HFC. Dabei stand sein Start bei den Rot-Weißen unter keinem guten Stern. Beim ersten Training im Juli 2017 erlitt der gebürtige Chemnitzer eine schwere Verletzung, wodurch er ein Vierteljahr ausfiel. „Das war ziemlich ärgerlich“, sagt „Landi“ im Rückblick auf seinen Einstand. Am 28. Oktober 2017 absolvierte der heute 30-jährige Fußballer schließlich sein erstes Pflichtspiel für unseren Verein. Beim 2:0-Sieg gegen Meppen wurde der 1,77 Meter große Verteidiger in der 90. Minute für Baumgärtel eingewechselt. Es folgten weitere 17 Einsätze in seiner ersten Drittliga-Saison für unsere Rot-Weißen. Bis zum Abstieg trug Niklas Landgraf in Liga 3 insgesamt 206-Mal das Trikot des HFC. Dazu kommen fünf Partien im DFB-Pokal, 66 Spiele in der Regionalliga sowie 22 Einsätze im Landespokal, den er bisher fünfmal gewonnen hat. Macht zusammen 299 Pflichtspiele.

„Ein Heimsieg gegen Lok wäre natürlich wunderbar, für mich, aber vor allem für den Verein“, so das Urgestein des HFC. Immerhin stammt unser letzter Erfolg gegen die Elf aus Leipzig-Probstheida noch aus der Zeit, als beide Vereine in der NOFV-Oberliga Süd ihre Kräfte maßen. Damals gewann der HFC am 9. Mai 2003 zu Hause gegen den VfB Leipzig mit 1:0. Der Trend spricht eindeutig für unsere Rot-Weißen. Die Leipziger als zweifache Regionalliga-Meister mussten sich zuletzt beim Stadt-Derby gegen die BSG Chemie Leipzig mit einem 2:2-Unentschieden begnügen. Unsere Mannschaft mit ihrem Trainer Robert Schröder konnte dagegen beim FC Erzgebirge Aue einen 1:0-Auswärtssieg bejubeln. Den Siegtreffer erzielte Fabrice Hartmann in der Nachspielzeit mit einem platzierten Kopfball ins lange Eck des Auer Gehäuses. Für „Fabs“, der nach einer Verletzung auf der Suche nach alter Stärke ist, wirkte dieser Treffer wie eine Erlösung. Mit seinem Tor hielt auch die Serie unseres Klubs, der seit nunmehr neun Begegnungen ungeschlagen ist und sechs Spiele am Stück gewonnen hat. Der Abstand auf Spitzenreiter Chemnitz beträgt nur noch zwei Zähler. Gegen Lok Leipzig soll der Angriff auf die Spitze fortgesetzt werden. Schön wäre es, wenn unsere Elf in einem vollen Stadion auflaufen kann. In diesem Sinne: „Auf geht’s Chemie!“