HFC verpasst positiven Heimabschluss
Vor 11.447 Zuschauern verpasste der Hallesche FC am Freitagabend unter Flutlicht einen erfolgreichen Heimabschluss der Regionalliga-Saison. Im Topspiel des 33. Spieltags setzte sich der FC Carl Zeiss Jena mit 2:0 durch und übernahm damit zumindest vorübergehend die Tabellenführung. Während die Thüringer ihre Formkurve im Titelrennen bestätigten und den Druck auf Lok Leipzig erhöhten, blieb der HFC offensiv zu harmlos und musste nach einer Gelb-Roten Karte gegen Niklas Landgraf die Schlussphase in Unterzahl bestreiten.
Jena früh zielstrebiger
Die Gäste aus Thüringen zeigten von Beginn an, warum sie mit Rückenwind nach Halle gereist waren. Bereits nach wenigen Minuten bot sich Prokopenko die große Chance zur Führung, als er frei vor Sven Müller auftauchte, den Ball jedoch knapp am Tor vorbeisetzte. Der FCC blieb die aktivere und vor allem klarere Mannschaft im letzten Drittel und belohnte sich schlussendlich früh. Ein langer Ball hebelte die HFC-Defensive in der 11. Minute aus, Burmeister erkannte die Situation schnell und überwand Müller per Heber zum 0:1. Halle versuchte anschließend, über kontrollierten Spielaufbau Zugriff zu gewinnen, fand offensiv aber kaum Lösungen gegen die kompakte Gästeabwehr. Jena hingegen blieb bei Ballgewinnen gefährlich. Kurz vor der Pause nutzten die Gäste einen weiteren schnellen Angriff konsequent aus: Talabidi legte im richtigen Moment quer auf Prokopenko, der technisch stark verarbeitete und zum 0:2 einschob (42.).
HFC ohne Durchschlagskraft
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der HFC vorerst aktiver. Die Rot-Weißen erhöhte den Druck und verbuchte mehr Ballbesitz, doch im letzten Drittel fehlte weiterhin die notwendige Präzision. Abschlüsse wurden zu selten wirklich zwingend, während Jena defensiv diszipliniert blieb. Mit zunehmender Spielzeit wurde die Aufgabe für die Gastgeber noch komplizierter. Nach einem Foulspiel sah Niklas Landgraf in der 63. Minute die Gelb-Rote Karte – eine Szene, die dem Spiel endgültig die Richtung gab. In Überzahl kontrollierte Jena das Geschehen weitgehend souverän. Oduah traf nach gut 70 Minuten per Kopf nur die Latte, später prüfte er Müller erneut noch einmal aus kurzer Distanz. Der HFC investierte zwar weiterhin, fand gegen die stabile Defensive der Gäste aber kaum Mittel.
So musste sich der Hallesche FC im letzten Heimspiel der Saison geschlagen geben und konnte den erhofften emotionalen Schlusspunkt vor eigenem Publikum nicht setzen.