Zeitraum

 

Kategorien

 

Themen

Für Mosambik nominiert. Für Halle auf dem Platz.

Für Mosambik nominiert. Für Halle auf dem Platz.

Eigentlich hätte Stanley Ratifo am vergangenen Sonntag im Flieger sitzen sollen. Ziel: Mosambik. Der 31-jährige Angreifer des Halleschen FC war erneut für die Nationalmannschaft seines Heimatlandes nominiert – doch nach dem Spiel in Zwickau machte eine Schwellung am Knie eine Reise zunächst unmöglich.

Der HFC ließ die Situation abklären. Die Diagnose: eine Belastungsreaktion, keine strukturelle Verletzung. Die Behandlung schlug schnell an und Ratifo arbeitete sich zurück. Donnerstag teilweise, Freitag vollständig im Mannschaftstraining – und am Samstag stand er beim Heimspiel gegen den BFC Preussen von Beginn an auf dem Platz.

Die Länderspielreise musste er damit zwar verpassen. Dafür trug er am 26. September das Trikot des HFC – und half mit, das Spiel nach 1:2-Rückstand noch in einen 3:2-Sieg zu drehen. 60 Minuten lang stellte er sich in den Dienst der Mannschaft.

„Natürlich wäre Stanley gerne zur Nationalmannschaft gereist. Aber manchmal kommt es anders. Für uns war entscheidend, die Situation sauber abzuklären. Dass er dann so schnell zurück war und der Mannschaft gegen den BFC helfen konnte, freut uns sehr“, sagt Marian Unger, Sportdirektor des Halleschen FC.

Auch mit dem mosambikanischen Verband stand der HFC während der Woche im Austausch. Eine erneute Berufung wäre bei entsprechendem Heilungsverlauf möglich gewesen. Die Verantwortlichen entschieden sich letztlich jedoch für einen anderen Spieler.

So wurde aus einer verpassten Länderspielreise ein besonderer HFC-Moment: Stanley Ratifo – Nationalspieler Mosambiks, zweifacher Afrika-Cup-Teilnehmer und gebürtiger Hallenser – war genau dort, wo er gebraucht wurde: bei seiner Mannschaft.