Profimannschaft
10.04.2019

WILDER TANZ IN MEPPEN

Fast auf den Tag genau, am 8. April 2018, auch am 33. Spieltag, gastierte der HFC das letzte Mal in Meppen. Das Spiel endete vor 5.590 Zuschauern 2:2 (Torschützen für den HFC Fabian Baumgärtel und Mathias Fetsch). Das Hinspiel in der laufenden Saison am 4.11.2018 konnte der HFC vor 6.379 Zuschauern mit 2:1 für sich entscheiden (Torschützen für den HFC Sebastian Mai und Mathias Fetsch). Gute Erinnerung hat der HFC auch an das Heimspiel am 28.10.2017, das vor 5.533 Zuschauern mit 2:0 gewonnen werden konnte (Torschützen Martin Röser und Klaus Gjasula). Mehr Drittligaduelle gegeneinander haben die beiden Vereine bislang nicht zu verzeichnen. Zuvor gab es in der Saison 2011/12 zwei Aufeinandertreffen in der damaligen Regionalliga Nord. Der HFC behielt in seiner Aufstiegssaison zweimal mit 2:0 bzw. 3:0 die Oberhand. Der HFC ist gegen den SVM insgesamt somit noch ungeschlagen.

Im Jahre 1924 entstand an der Lathener Straße im Norden der Stadt der Meppener Sportplatz. Drei Jahre später, am 80. Geburtstag des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg, folgte die Umbenennung in „Hindenburgstadion“. Schon zu dieser Zeit trug der SV Meppen hier seine Ligaspiele aus. Seit 1962 gibt es eine überdachte Tribüne. Die alte Westtribüne wurde erneuert, überdacht und mit Umkleidekabinen versehen. Sieben Jahre später folgten Flutlichtmasten, diese mussten wegen Verfalls in den 1970er Jahren wieder abgebaut werden. Schließlich wurden 1985 an der Südseite des Stadions in einem Gebäudekomplex eine neue Geschäftsstelle, neue Umkleidekabinen sowie eine Gaststätte errichtet.

1992 wurde das Stadion in Anlehnung an den heimatlichen Landkreis in „Emslandstadion“ umbenannt. 1993 gab es dann die letzte große Veränderung. Aufgrund von Auflagen des DFB musste die Spielfläche vergrößert werden. Daher wurde aus dem Leichtathletikstadion ein reines Fußballstadion. Die Laufbahnen wurden entsprechend entfernt, spürbar ist dies auch heute noch in der Nordkurve (Gästebereich). Dort stehen die Zuschauer, im Gegensatz zum Rest des Areals, recht weit vom Geschehen auf dem Platz entfernt. Im gleichen Jahr entstand auch die Haupttribüne an der Ostseite, die 3.100 Sitz- und 1.400 Stehplätze fasst. Im Jahr 1996 wurde eine neue Flutlichtanlage errichtet. Seit Januar 2014 ist das Herzlaker Unternehmen Hänsch Holding Namenssponsor des Stadions. Mit dem Aufstieg in die 3. Liga mussten etliche Maßnahmen am Stadion durchgeführt werden, um die Lizenz zu erhalten (Sitzschalen anstelle von Sitzbänken, eine Blocktrennung, neues Flutlicht und weitere diverse Sicherheitsaspekte).

Seine erfolgreichste Zeit erlebte das Stadion in den Jahren 1987 bis 1998, als der Verein hier seine Spiele in der 2. Bundesliga austrug. Mitte der 1990er Jahre klopften die Meppener sogar am Tor zur Bundesliga an. In der Saison 1996/97 trugen sie beim 6:7 in Kaiserslautern mit bei zum torreichsten Spiel der Zweitligageschichte. In den Jahren nach dem Zweitligaabstieg erlebten die Meppener einen Niedergang. Im Jahr 2001 musste sogar Insolvenz beantragt werden. In den folgenden Jahren konnten sich die Meppener jedoch langsam, trotz einiger Rückschläge, konsolidieren und im Jahre 2011 gelang der Aufstieg in die Regionalliga Nord.

Nach langen Jahren der Abstinenz gelang dem SV Meppen am 31. Mai 2017 in einem wahren Relegationskrimi gegen Waldhof Mannheim der Aufstieg in die 3. Liga. Nach insgesamt torlosen 210 Spielminuten siegten die Emsländer 4:3 im Elfmeterschießen. Der Jubel in der ausverkauften Hänsch-Arena kannte keine Grenzen.

Ziel des SV Meppen in der Saison 2017/18 war natürlich der Klassenerhalt, was letztlich souverän gelang. Der SVM landete mit 58 Punkten auf Rang 7. Fast 7.000 Zuschauer im Schnitt bei den Heimspielen übertrafen ebenfalls die Erwartungen des Vereins deutlich. "Nun sind wir wieder Absteiger Nummer eins", sagte Trainer Neidhart vor der laufenden Saison. Der Saisonstart gab ihm Recht, nach 9 Spieltagen war der SVM Tabellenletzter mit nur 6 Punkten, ehe gegen Braunschweig und 1860 München zwei Siege am Stück gelangen. Fünf Punkte lag der SVM nach dem 15. Spieltag hinter dem rettenden Ufer, und doch haben die Emsländer den Jahreswechsel nicht auf einem der letzten vier Plätze verbracht. Grund dafür ist eine Willensleistung mit zehn Punkten aus den letzten fünf Spielen des Jahres 2018. Der SVM kämpft verbissen um den Ligaverbleib. Auch spielerisch tritt er seit Monaten auch absolut nicht wie ein Abstiegskandidat auf, was das ausgeglichene Torverhältnis unterstreicht. Gerade daheim ist es schwer, den SVM zu besiegen, hier wurden bislang 27 Punkte in 16 Spielen erzielt. Der Zuschauerschnitt beträgt in der laufenden Saison bisher rd. 7.500, eine stattliche Anzahl. Derzeit ist der SVM 10. der Tabelle mit 43 Punkten. Die letzten Spiele der Meppener waren ein 1:1 in Münster, ein 2:1 daheim gegen Großaspach, zuvor ein 0:1 bei 1860, ein 0:3 in Braunschweig und zwei Heim 1:1 gegen Würzburg und Wiesbaden.   

Vor der Saison wechselte der Meppener Torjäger Benjamin Girth (Vorjahr 19 Tore) zu Holstein Kiel (in der Winterpause dann zum VFL Osnabrück). Ein Abgang, der schmerzte. In der Winterpause konnte der SVM René Guder von Wehen Wiesbaden (zuvor Weiche Flensburg) und Marcus Piossek (Sportfreunde Lotte) verpflichten. Der Königstransfer war aber sicherlich Torjäger Nick Proschwitz, der frühere Paderborner, den der SVM im Oktober, da vertragslos, noch verpflichten konnte. Er erzielte in bislang 21 Spielen für den SVM bereits 12 Treffer.  

Das Erreichen des Vorjahresplatzes 7 wäre für den SVM ein Traum. Realistisches Ziel ist der Klassenerhalt, der aktuell nahezu sicher scheint.

Beste Torschützen der laufenden Saison sind Nick Proschwitz und Deniz Undav (12 bzw. 5 Tore), bester Spieler (lt. Kicker) ist Torhüter Eric Domaschke (Note 2,79).

Von: TD

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3 : 0

Tabelle 3. Liga

Pos Mannschaft Spiele Tore Pkt
1. VfL Osnabrück 34 52:23 73
2. Karlsruher SC 34 54:33 62
3. Hallescher FC 34 41:29 59
4. SV W. Wiesbaden 34 64:45 58
5. FC Hansa Rostock 34 43:43 49
6. Preußen Münster 34 42:40 48
7. FSV Zwickau 34 40:38 46
8. FC Würzburger Kickers 34 46:41 45
9. 1. FC Kaiserslautern 34 41:45 45
10. TSV 1860 München 34 43:39 44
11. KFC Uerdingen 05 e.V. 34 39:54 44
12. SV Meppen 1912 34 43:46 43
13. SpVgg Unterhaching 34 46:40 42
14. Eintracht Braunschweig 34 40:48 40
15. Sportfreunde Lotte 34 30:40 39
16. SG So. Großaspach 34 29:34 38
17. FC Energie Cottbus 34 45:53 38
18. S.C. Fortuna Köln 34 35:56 38
19. FC Carl Zeiss Jena e.V. 34 39:53 37
20. VfR Aalen 34 40:52 30

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