Profimannschaft
07.09.2018

ZWEISTELLIG? ZWEITRANGIG!

Man hätte vermuten können, Pressekonferenzen seien das normalste der Welt für das Trio von Turbine Halle, das sich am Donnerstag im GWG-Mediencenter des ERDGAS Sportparks einfand. Jan Wehrmann, Eric Gröger und Andy Schiller machten jedenfalls eine absolut souveräne Figur am Mikrofon.

Der Hallesche FC hatte im Vorfeld des Landespokal-Spiels bei Ortsnachbar Turbine Halle die Rollen getauscht und fungierte bei der Ankündigungspressekonferenz als Gastgeber. Torsten Ziegner hatte wie üblich Platz genommen und bekam diesmal auf dem Podium Verstärkung vom Gegner. Co-Trainer Jan Wehrmann, Kapitän Eric Gröger und Torwart Andy Schiller bildeten die Abordnung des Landesklassen-Vertreters, die sich einfach nur auf ein schönes Erlebnis am Sonntag um 14 Uhr am heimischen Felsen freut.

Weil Trainer Steffen Mandel am Samstag heiratet und deshalb verhindert war, sprang ein Trio ein. Nicht zuletzt, um nochmal Werbung in eigener Sache zu machen. „Für uns ist das eine Chance, so oft steht Turbine nicht im Fokus. Die mediale Präsenz der vergangenen Tage war für uns außergewöhnlich“, erklärte Jan Wehrmann, der als ehemaliger Erfurter über Erfahrungen im Profifußball verfügt. An eine Sensation gegen den Drittligisten HFC, an eine echte Chance glaubt bei Turbine kaum jemand. Und doch sehen die Kicker vom namhaften Traditionsverein eine gute Möglichkeit, mit diesem Spiel und einem ordentlichen Auftritt perspektivisch profitieren zu können. Zum Beispiel mit mehr Zuschauern in der Landesklasse. „Der gesamte Verein fiebert diesem Spiel entgegen und packt mit an. Ehrenamtlich, versteht sich. Für viele ist es die einzige Gelegenheit, gegen eine Profimannschaft anzutreten. Noch dazu in einem Pflichtspiel“, weiß Turbine-Keeper Andy Schiller.

Auch wenn es um den Einzug in die nächste Pokalrunde geht, glaubt Turbine-Kapitän Eric Gröger nicht an eine allzu rustikale Gangart seines Teams beim Versuch, den HFC zu stoppen. „Das liegt uns gar nicht. Natürlich wollen wir dagegenhalten und haben nichts zu verschenken. Aber unfair wird es ganz gewiss nicht. Die Frage wird sein, ob wir überhaupt schnell genug sind um Zweikämpfe bestreiten zu können“, schmunzelt der Kapitän. Das Ergebnis sei übrigens zweitrangig. „Natürlich wünschen wir uns ein gutes Resultat und würden auch gern ein Tor erzielen. Aber wenn wir 0:8 verlieren und alles gegeben haben, können wir erhobenen Hauptes den Rasen verlassen“, so der Spielführer von Turbine Halle.

HFC-Trainer Torsten Ziegner glaubt ebenfalls nicht an einen zweistelligen Sieg wie in Runde eins beim VfR Roßla. „Ein 16:0 wird es nicht geben. Wenn wir unsere Leistung abrufen und sicher in die nächste Runde kommen, ist das absolut okay“, schaut der Coach des Halleschen FC voraus. Er wird eine Mischung aus jüngster Startelf und auf dem Sprung stehenden Spielern aufs Feld schicken und freut sich auf die Atmosphäre. Und darauf, dem gegnerischen Kollegen nachträglich zur Hochzeit zu gratulieren. „Wir werden uns sicher etwas einfallen lassen“, ergänzt Torsten Ziegner, bevor er mit Jan Wehrmann über alte Zeiten plaudert. Rivalität sieht jedenfalls anders aus, die gegenseitige Sympathie von Turbine und HFC war nicht wegen der gemeinsamen Pressekonferenz spürbar.

Von: LT

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7. Hallescher FC 15 18:15 24
8. SV W. Wiesbaden 15 32:23 23
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10. TSV 1860 München 15 23:16 19
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13. FC Würzburger Kickers 15 20:19 18
14. FSV Zwickau 15 19:18 18
15. Sportfreunde Lotte 15 17:19 18
16. FC Carl Zeiss Jena e.V. 15 17:24 17
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