Profimannschaft
07.07.2018

OFFENER SCHLAGABTAUSCH

Der Hallesche FC hat im dritten Testspiel innerhalb von vier Tagen beim Zweitligisten FC Erzgebirge Aue eine knapp 2:3-Niederlage kassiert und mit dem neuen Team im achten Spiel erstmals als Verlierer den Platz verlassen. Dennoch überwiegen die positiven Erkenntnisse eindeutig.

Einen Tag nach dem 3:0 gegen Fredericia fehlten beim HFC der verletzte Niklas Landgraf sowie Jan Washausen wegen privater Verpflichtungen. Martin Ludwig war weiterhin nicht einsatzfähig, dafür meldete sich Niclas Fiedler wieder einsatzbereit. Bei tropischen Temperaturen im neuen Erzgebirgsstadion hatten die Saalestädter zunächst etwas Mühe, die Müdigkeit aus den Knochen zu bekommen. Die im 4-4-2 angetretene Mannschaft von Trainer Torsten Ziegner verlor anfangs zu viele Bälle gegen aggressive Hausherren, so entstand auch das 1:0 durch Hochscheidt nach Flanke von rechts (7.). Aues Probespieler Patrick Breitkreuz hatte im Anschluss eine weitere Möglichkeit, bis der HFC nach etwa 15 Minuten besser Spiel kam und überaus aktiv wirkte. Nun setzten die Rot-Weißen mehr und mehr Akzente in der Offensive. Tobias Schilk traf das Außennetz (11.), ein Kopfball von Mathias Fetsch strich am Tor vorbei (18.), einen Kopfball von Braydon Manu am langen Pfosten nach Flanke von Baxter Bahn fischte der Keeper aus der Gefahrenzone (19.). Die bis dahin klarste Torchance hatte erneut Mathias Fetsch nach gedankenschnellem Zuspiel von Björn Jopek, traf den Ball zentral vor dem Tor aber nicht richtig (21.). Während die nun mindestens gleichwertigen Hallenser ihre Möglichkeiten noch nicht nutzten, erhöhte Patrick Breitkreuz per Kopf nach 27 Minuten auf 2:0. Doch nur drei Minuten später zog Marvin Ajani vom rechten Flügel nach innen und traf sehenswert mit links ins obere linke Eck. Ein Traumtor zum 2:1 (30.). Auch die letzten vier Offensivaktionen der ersten Halbzeit gehörten dem HFC beim Konter über Braydon Manu, den Drehschuss von Moritz Heyer, den Grundliniendurchbruch von Manu und einen Flugkopfball von Pascal Sohm.

Die offensive Ausrichtung mit der Doppelspitze Mathias Fetsch und Pascal Sohm, den dynamischen Außen Braydon Manu und Marvin Ajani sowie Baxter Bahn hinter den Angreifern trug alsbald  Früchte. Nach 48 Minuten leitete Marvin Ajani eine Großchance von Pascal Sohm ein, die Mathias Fetsch per Hacke aus Nahdistanz zum 2:2 nutzte. Nun war der HFC der Führung nahe, einen Kopfball von Sebastian Mai fischte der FCE-Keeper stark über die Latte (63.). Im offenen Schlagabtausch traf dann nur noch Aue einmal, als Fandrich aus 14 Metern überlegt ins Eck einnetzte (70.). Die beste Chance zum abermaligen Ausgleich hatte Pascal Sohm nach schönem Konter und Heberversuch (78.). Letztlich blieb es beim 3:2 für Aue in einem taktisch geprägten Spiel mit vielen Torszenen, auch weil bei beiden Mannschaften aufgrund zahlreicher Wechsel etwas Struktur abhanden kam. Dennoch eine sehr ordentlich Leistung des Halleschen FC, die Hoffnung auf stetige Verbesserung macht und deutlich zeigt, was dieses Team vorhat.

Aue: Haas – Kusic, Tiffert, Wydra, Cacutalua, Hochscheidt, Baumgart, Kvesic, Rizzuto, P. Breitkreuz, Bertram (Fandrich, Kalig, Hemmerich, Nazarov, Kempe, Riese, Rapp, Majic, Strauß, Härtel, Bunjaku)

HFC: Müller – Schilk (Lindenhahn), Mai, Heyer (Kastenhofer), Fiedler (Arkenberg), Ajani (Henschel), Jopek (Bohl), Bahn (Tuma), Manu (Guttau), Fetsch (Starostzik), Sohm

Schiedsrichter: Lars Albert

Zuschauer: 1035

Von: LT

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