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10.01.2019

TRAININGSLAGER-TAGEBUCH: DONNERSTAG

Das Trainingslager-Tagebuch hat sich bewährt. Im Sommer in Bad Blankenburg. War ein gutes Omen für eine dann erfolgreiche Hinrunde. Deshalb gibt es auch aus dem gar nicht so winterlichen Belek tägliche Berichte aus Spieler-Sicht. Wieder namenlos. Sicherheitshalber.

Ein Schelm wer Böses dabei denkt. Ausgerechnet heute, am einzigen freien Nachmittag in einer Woche Belek, regnet es aus Kannen. Nein, sogar aus Eimern. Den ganzen Tag schon. Tendenz steigend, je mehr Freizeit ins Haus steht. Fast könnte man vermuten, der Trainer hat die Wetter-App studiert und deshalb nur eine Einheit angesetzt, weil heute ab 13 Uhr sowieso nichts gegangen wäre auf den Unterwasserplätzen der Anlage und wir Spieler bei dem Dauerregen lieber artig im Hotel bleiben als über diverse Basare zu schlendern. Haben wir dann trotzdem gemacht, wenn auch nur kurz. Bisschen gab es was einzukaufen, obwohl die Ladenbesitzer uns sehr wahrscheinlich schön übers Ohr gehauen haben. Aber was soll’s, wir brauchten auf jeden Fall irgendwas für Basti Mai als Mitbringsel. Der ist morgens um 4 Uhr nach Halle abgereist und bekam schließlich die bittere Diagnose: Drei Monate Pause. Er wird uns fehlen. An allen Ecken und Enden. Vorne und hinten. Auf dem Platz und in der Kabine.

Einigermaßen witzig war am Vormittag das durchaus interessante Testspiel nach Ende unserer Einheit. Das Trainerteam mit Physios und allen sonstigen Mitarbeitern rund um die Mannschaft nahm die Herausforderung der mitgereisten Fans an. Auf nicht mal einer Spielfeldhälfte ging es 11 gegen 11 ziemlich eng zu. Allerdings nur räumlich, das Ergebnis war letztlich recht eindeutig. Und wir konnten uns endlich mal davon überzeugen, dass der Chefcoach, der Sportdirektor, der Torwarttrainer und der Mannschaftsleiter mal absolut zurecht ihr Geld mit Fußball verdienten. Schlagen immer noch eine technisch feine Klinge, die Herren.

Jetzt geht’s auf den drittletzten Abend im Hotel zu. Von Lagerkoller hab ich noch nichts bemerkt. Bei dem heutigen Wetter würde ich trotzdem am liebsten auf der Couch liegen. Auf der eigenen zu Hause.

Euer Berichterstatter in kurzen Hosen

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