Faninformation
08.01.2019

WIEDERSEHEN MIT ALTEN BEKANNTEN

Beim Halplus-Cup 2019 konnten die Fans nicht nur eine grandiose Titelverteidigung ihres Halleschen FC feiern. In der ausverkauften ERDGAS Arena gab es bei diesem traditionellen Hallen-Fußballturnier auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten, die früher einmal das Trikot des Drittligisten trugen. So traf der Gastgeber beim 2:0-Sieg im Finale gegen Rot-Weiß Erfurt gleich auf zwei ehemalige HFC-Akteure. Einer von ihnen, der 30-jährige Angreifer Andis Shala, gehörte 2011/12 zu jener halleschen Mannschaft, die den Aufstieg in die dritte Liga geschafft hat. Der „Wandervogel“ aus dem Kosovo bestritt damals 32 Einsätze für die Saalestädter und schoss insgesamt sechs Tore. An seiner Seite lief beim Halplus Cup mit Pierre Dominik Becken ein gelernter Innenverteidiger auf das Parkett, der die ersten beiden Spielzeiten des HFC in der 3. Liga bestritten hat. Der gebürtige Flensburger kam in den Jahren 2012 bis 2014 auf insgesamt 24 Drittliga-Einsätze. Ihm und dem heißblütigen Shala war anzumerken, dass sie dem Hallenser Publikum zeigen wollten, was sie immer noch drauf haben.

 Das traf auch auf Pascal Pannier und Sascha Pfeffer zu, die mit dem 1. FC Lok Leipzig den dritten Turnier-Platz erreichten. Der 20-jährige Pannier, der aus Wittenberg stammt, hat schon beim HFC-Nachwuchs gespielt und zählte bis zur vorigen Saison zum Kader des Drittligisten, ehe er zum Regionalligisten in die Messestadt wechselte. Dort hat mittlerweile auch „Pfeffi“, wie ihn die Fans liebevoll rufen, angeheuert. Während der 32-jährige gebürtige Hallenser in seinen 18 Einsätzen für Lok bisher noch nicht getroffen hat, ließ er in der Halle mit sieben Treffern seine Klasse aufblitzen. Und natürlich blieb noch Zeit, um auf der Tribüne mit seinem alten Kumpel Toni Lindenhahn, der beim HFC diesmal nicht zum Einsatz kam, ein paar Worte zu wechseln.

 Dort saß auch der neue Lok-Trainer Reiner Lisiewicz, eine Fußball-Legende des Klubs aus Probstheida. Der heute 69-jährige frühere Rechtsaußen hatte den 1. FC Lok nach der Neugründung im Jahre 2004 innerhalb weniger Jahren von der 3. Kreisklasse bis in die Amateur-Oberliga geführt. Beim diesjährigen Budenzauber in der ERDGAS Arena traf sein Leipziger Team allerdings nicht auf Pfeffers früheren Verein aus Halle, sondern auf die Allstars des HFC. Sie wurden von Hartmut Meinert und Dieter Strozniak betreut. Zwei HFC-Ikonen, die in der DDR-Oberliga in den 1970er Jahren etliche Male mit Lisiewicz, der später auch für Chemie Böhlen auflief, die Klingen kreuzten. „Gegen Lok ging es immer hoch her“, erinnert sich der ehemalige Abwehrspieler Dieter Strozniak, der in wenigen Tagen 64 Jahre alt wird. Das sieht inzwischen ganz anders aus. Seit vielen Jahren besteht nämlich eine Fan-Freundschaft zwischen der „Loksche“ und dem HFC. Dies war auch beim Halplus Cup zu spüren.

 Viel Applaus von den rot-weißen Anhängern erhielt auch der frühere HFC-Spieler und Mannschaftsbetreuer Patrick Mouaya, der seine Karriere in der Verbandsliga bei Blau-Weiß Dölau ausklingen lässt. Der 33 Jahre alte Kongolese stand schon 2008/09 in der HFC-Elf, die unter Trainer Sven Köhler in die Regionalliga aufgestiegen ist. Bis 2015 schnürte Mouaya die Töppen für die Rot-Weißen, bis ihn eine langwierige Verletzung aus der Bahn warf. Bis heute ist die Frohnatur ein Publikumsliebling geblieben. Und als er nach einem Zweikampf im Spiel gegen den HFC zu Boden ging, kamen sofort aufmunternde Rufe aus der Anhängerschar der Rot-Weißen. 

Von: WB

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