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04.10.2018

ZEHNTE SAISON IN LIGA 3

Die Heimstätte des SV Wehen Wiesbaden trägt den Namen des Hauptsponsors Brita. Die Arena aus Stahlrohrtribünen wurde im Oktober 2007 nach einer Bauzeit von nur vier Monaten fertiggestellt. Der Bau eines neuen Stadions war mit dem Aufstieg des SV Wehen in die 2. Bundesliga notwendig geworden. Das alte Stadion am Halberg in Wehen (Stadt Taunusstein) als Spielstätte wurde zugunsten des Plans, ins nahe gelegene Wiesbaden umzuziehen, aufgegeben. Der ehemalige SV Wehen nennt sich seither SV Wehen Wiesbaden (SVWW).

Die Brita-Arena ist ein reines Fußballstadion. Alle Plätze sind überdacht. Die voraussichtliche Nutzungsdauer als Heimspielstätte des SVWW betrug ursprünglich fünf Jahre. Hiernach war der Bau eines neuen Stadions geplant. Jedoch wurde ein geeigneter Standort für den Neubau nicht gefunden. Im Oktober 2014 beschloss der Magistrat der Stadt Wiesbaden einen geänderten Bebauungsplan, so dass nun die baurechtlichen Voraussetzungen für ein dauerhaftes Stadion an der bisherigen Stelle geschaffen sind. Zudem wurde eine Erweiterung der Zuschauerkapazität auf bis zu 15.200 Zuschauerplätze genehmigt. 2016 wurde beschlossen, dass die Westtribüne durch einen festen Neubau ersetzt werden soll, um somit die Auflagen der DFL hinsichtlich Zuschauerkapazität, Kamerapositionen etc. erfüllen zu können. Nord-, Ost- und Südtribüne sollen in ihrer bisherigen Form bestehen bleiben. Der Neubau soll 2019 fertiggestellt sein. Der Spielbetrieb läuft während der Bauarbeiten weiter. Falls dennoch für einzelne Spiele in ein anderes Stadion ausgewichen werden muss, ist dafür das Mainzer Bruchwegstadion vorgesehen.

Seit dem Abstieg aus der 2. Bundesliga 2009 spielt der SVWW ununterbrochen seine nunmehr zehnte Saison 3. Liga. Er zählte oftmals zu den Aufstiegsfavoriten, begründet durch die Wirtschaftskraft der Landeshauptstädter, Etat und Personal. Diesen Anforderungen wurde der Verein jedoch bislang nicht gerecht, im Gegenteil. In der Saison 2015/16 rettete sich der SVWW am letzten Spieltag glücklich durch ein Tor in den letzten Sekunden der Nachspielzeit zum 3:1 gegen den VFB Stuttgart II und nur durch das hauchdünn bessere Torverhältnis vor dem Abstieg. Auch in der Saison 2016/17 geriet der SVWW zunächst in Abstiegsgefahr bis im Februar 2017 Rüdiger Rehm (zuvor Sonnenhof Großaspach und Arminia Bielefeld) das Traineramt übernahm. Er führte den SVWW noch auf Rang 7 und in der Saison 2017/18 sogar auf Rang 4, mit nur einem Punkt Rückstand auf Relegationsrang 3.

Der Kader der Wiesbadener kann als hochkarätig eingeschätzt werden. Ein Großteil der Stammkräfte konnte gehalten werden, allen voran der Torschützenkönig der Saison 2017/18 Manuel Schäffler (22 Tore). Hinzu kamen namhafte Zugänge wie Patrick Schönfeld (Braunschweig) und Marcel Titsch-Rivero (Heidenheim). Zwar mussten auch namhafte Abgänge in die 2. Bundeliga (Robert Andrich, Agyemang Diawusie) verkraftet werden, der SVWW galt vor der Saison dennoch als einer der großen Aufstiegsanwärter.

Die Realität hingegen sieht bislang noch anders aus. Nach 10 Spieltagen belegt der SVWW mit 13 Punkten Tabellenplatz 10. Auch daheim wurden bislang erst 7 Punkte erzielt. Nach dem Auftaktsieg in Aalen funktionierte zunächst nicht mehr viel, auch wenn im DFB-Pokal gegen den FC St. Pauli die zweite Runde erreicht wurde. Zuletzt gab es nach drei Siegen am Stück (Meppen und Großaspach daheim mit 3:0 bzw. 2:0, 1860 auswärts mit 2:1) in Münster wieder eine derbe 0:3 Pleite. Das Problem ist v.a. die Defensive, 18 Gegentore sprechen eine deutliche Sprache. Es verwundert, dass trotz dieser Situation Abwehrturm Steven Ruprecht, einer der Aufstiegshelden 2012 des HFC, an die Kölner Fortuna abgegeben wurde. Dennoch, bekommt Wiesbaden Konstanz in seine Leistungen, ist sicherlich mehr drin als der derzeitige Mittelfeldplatz.

Der HFC reist zum nunmehr siebten Mal in die Brita-Arena. Von den bisherigen insgesamt 12 Spielen in sechs gemeinsamen 3. Liga Jahren konnte der HFC 4 für sich entscheiden, bei 2 Unentschieden und 6 Niederlagen. Der bislang einzige Sieg in der Brita-Arena gelang am 24.01.2014 mit 3:0 (Torschützen vor 2.451 Zuschauern Ziegenbein, Gogia und Sembolo). Im Vorjahr unterlag der HFC in Wiesbaden mit 1:3 (Torschütze für den HFC vor 1.788 Zuschauern Ajani).  

Bester Torschütze des SVWW in der laufenden Saison ist Daniel-Kofi Kyereh (5 Tore), beste Spieler (lt. Kicker) Niklas Dams und Torhüter Markus Kolke (Note je 3,00). Die Entwicklung der Zuschauerzahlen des SVWW ist weiterhin enttäuschend. Nur durchschnittlich 2.241 (Vorjahr 2.674) Zuschauer sahen die bisherigen Saisonheimspiele. Hier macht sich natürlich auch die Nähe zum FSV Mainz 05 und zur Frankfurter Eintracht bemerkbar.

Von: TD

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