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Viel gewollt, nichts bekommen

Der Hallesche FC ist mit einer gleichermaßen unverdienten wie bitteren 0:1-Niederlage beim KFC Uerdingen in die Saison 2019/20 gestartet. Trotz drückender Überlegenheit und guter Leistung gelang dem HFC kein Treffer im Düsseldorfer Bundesliga-Stadion.

Die Gäste aus Halle überraschten den Kontrahenten mit einer taktischen Umstellung. Der HFC trat mit einer Viererabwehrkette an, zog Sebastian Mai zurück in die Zentrale und agierte vorn mit den drei Angreifern Florian Hansch, Jonas Nietfeld und Julian Guttau. Im Mittelfeld bildeten Björn Jopek, Baxter Bahn und Toni Lindenhahn ein flexibles Dreieck.

Nach anfänglicher Ausgeglichenheit übernahm der Hallesche FC immer mehr das Zepter, hatte eine gute Raumaufteilung und strahlte Ruhe in Ballbesitz aus. Während die Saalestädter gegen den namhaften Gegner vor der Pause mit konzentrierter und konsequenter Spielweise keine nennenswerte Torchance zuließen, erarbeitete sich der HFC vor allem über die Flügel mehrere Torchancen.

Sebastian Mai (6.) und Julian Guttau (8.) kamen per Kopf zum Abschluss, bei flacher Eingabe von Baxter Bahn brannte es lichterloh im KFC-Strafraum (15.) und nach Querpass von Toni Lindenhahn scheiterte Florian Hansch frei vor Torwart Königshofer am Keeper (18.). Kurz vor der Pause hatten auch Jonas Nietfeld aus zehn Metern (43.) und Baxter Bahn per Kopf (45.) die verdiente Führung auf dem Fuß. Dank der hoch stehenden Außenverteidiger kamen die Gäste zudem zu zahlreichen Flanken.

Nach der Pause wurde die Dominanz der Hallenser noch deutlicher. Toni Lindenhahn hatte mit zwei Flachschüssen (50., 52.) Pech und scheiterte nach Flanke von Niklas Landgraf aus Nahdistanz (55.). Der KFC schlug die Bälle in dieser Phase nur aus der eigenen Hälfte und lauerte auf Konter, doch bis zur 65. Minute ließ der HFC mit aufmerksamer Rückwärtsbewegung nichts zu. Dann jedoch kam Uerdingen einmal vor das Tor von Kai Eisele, Evina schlug noch einen Haken und traf zum 1:0. Der Spielverlauf war damit komplett auf den Kopf gestellt.

Der HFC reagierte umgehend, beorderte Sebastian Mai nach vorn und brachte mit Pascal Sohm und Jannes Vollert frisches Personal. Das Powerplay und unglaubliche 15:1 Ecken wurden aber nicht mehr belohnt. Der HFC drängte bis in die Nachspielzeit auf den Ausgleich, ging jedoch ohne eigenen Treffer und somit als Verlierer vom Platz. Eine bittere Auftaktpleite, weil der Etat-Krösus der Liga über weite Strecken förmlich an die Wand gespielt wurde.

HFC: Eisele - Göbel, Schilk, Mai, Landgraf, Jopek, Bahn, Lindenhahn (60. Mast), Guttau (66. Sohm), Nietfeld, Hansch (66. Vollert).