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Ein Tag, an dem nichts gelang

Der Hallesche FC hat sein Heimspiel gegen die Würzburger Kickers mit 2:5 verloren. An einem rabenschwarzen Tag misslang den Rot-Weißen nahezu alles, die bis dahin beste Abwehr der Liga kassierte erstmals fünf Gegentore. Nach dem frühen 0:3-Rückstand fiel das Team allerdings nicht auseinander und stemmte sich ohne Erfolg gegen die Niederlage.

Der Hallesche FC startete mit vier personellen Änderungen in der Startformation. Ohne den gesperrten Sebastian Mai stellten die Saalestädter von Dreier- auf Viererkette um, agierten aber von Beginn an nervös und fahrig. Würzburg übernahm nach dem Sieg in der Vorwoche selbstbewusst die Initiative, der HFC suchte vergeblich nach Ordnung und Struktur. Weder Ballsicherheit noch Überzeugung waren zu erkennen bei allem Bemühen, die „Kurve“ zu kriegen. Die Kickers wirkten insgesamt frischer, während sich die Hausherren mit purem Kampf gegen den jüngsten Trend zu stemmen versuchten. Doch die Leichtigkeit der Gäste war erfolgreicher. Nachdem Pascal Sohm und Baxter Bahn Kopfballmöglichkeiten ausgelassen hatten, ging Würzburg nach 16 Minuten durch Kaufmann in Führung. Nach Flanke von rechts war der eingerückte Rechtsaußen einfach einen Tick aufmerksamer als sein  Gegenspieler und traf aus sechs Metern zum 0:1. Knapp eine Viertelstunde später fehlte nach Freistoß in den Strafraum die Zuordnung beim HFC, Schuppan traf freistehend per Kopf zum 0:2 (29.). Und in die Schockstarre der Hallenser hinein erhöhte Vrezeni sogar auf 0:3 (37.), als er auf der rechten Abwehrseite des HFC schlicht zu viel Platz hatte und nicht angegriffen wurde. Mit dem Mute der Verzweiflung bissen sich die Rot-Weißen mühsam in die Partie zurück. Zwei Wechsel schon vor der Halbzeitpause sendeten ein Signal ans Team. Pascal Sohm verkürzte per Kopf auf 1:3 (45.), nachdem eine Direktabnahme von Terrence Boyd zuvor geblockt worden war.

Nach der Pause ließ der HFC nichts unversucht, um das Spiel zu drehen. Terrence Boyd scheiterte zunächst per Kopf und setzte dann einen fulminanten Schuss aus 18 Metern an die Latte (56.). Ins Tor traf aber erneut Würzburg nach Angriff über die linke Seite, das 1:4 fiel nach 66 Minuten. Als dann auch noch das 1:5 folgte (75.), weil bei den Saalestädtern wirklich auch die einfachsten Dinge misslangen, war die Niederlage endgültig perfekt. Es spricht für die Mannschaft, dass sie trotz aller Unzulänglichkeiten an diesem „gebrauchten“ Tag nie aufgab und durch den Handelfmeter von Baxter Bahn noch Ergebniskosmetik zum 2:5 machen konnte. Das änderte jedoch nichts daran, dass Halle das letzte Rückrundenspiel verdient verlor, weil kaum jemand Normalform aufs Feld brachte.

HFC: Eisele – Göbel, Vollert, Kastenhofer, Landgraf (41. Guttau), Papadopoulos, Lindenhahn, Jopek (41. Nietfeld), Bahn, Sohm, Boyd.