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VIEL CHARAKTER, KEIN LOHN

Der Hallesche FC hat sein Heimspiel gegen den SC Preußen Münster mit 1:2 verloren. Vor der Pause lief wenig zusammen bei den Hausherren, die verdient mit 0:2 zurücklagen. Nach der Pause zeigte der große Moral und ein ganz anderes Gesicht, konnte die zahlreichen Chancen aber nur noch zu einem eigenen Treffer nutzen.

Der HFC begann am 36. Spieltag mit einer zwangsläufigen Änderung in der Startformation. Für den gesperrten Moritz Heyer rückte Youngster Niklas Kastenhofer in die Abwehrzentrale, ansonsten setzte das Trainerteam auf die bewährte Formation mit der Option, zurückgekehrte  Spieler wie Mathias Fetsch und Toni Lindenhahn von der Bank „nachlegen“ zu können. Das geschah früher als erhofft, weil Kapitän Jan Washausen mit verletzter Wade bereits nach 20 Minuten passen musste. Zu diesem Zeitpunkt stand es schon 0:1, weil Münster eine starke Anfangsphase durch Martin Kobylanski zum 0:1 nutzte (13.). Auch in der Folgezeit hatten die Rot-Weißen große Probleme mit spielfreudigen Preußen und deren Raute im Mittelfeld, so dass die Saalestädter oft einen Schritt zu spät und zu selten wirklich in Zweikämpfe kam. Den ersten nennenswerten Schuss auf das Münster-Tor gab Baxter Bahn nach 29 Minuten ab, wenig später stand es allerdings 0:2. Kobylanski bediente Klingenburg am langen Pfosten, dessen Kopfball aus Nahdistanz nicht zu parieren war (32.). Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit wurde der HFC zwingender und kam mit Wut im Bauch zu mehreren Standards. Sebastian Mai hatte die beste Gelegenheit in der 45. Minute, als er aus der Drehung und in Bedrängnis den Ball nicht voll traf.

Nach der Pause schwang sich der Hallesche FC zu einer Aufholjagd auf, agierte druckvoll gegen den Ball und spielte sich mehrere klare Chancen heraus. Erst traf Marvin Ajani den Ball nach Eingabe von Kilian Pagliuca freistehend nicht voll (60.), dann wurde erneut Marvin Ajani geblockt und der Schuss von Björn Jopek zur Ecke abgefälscht (62.). Die nutzten die Gastgeber zum Anschlusstreffer durch wuchtigen Einsatz von Sebastian Mai zum 1:2. Es folgte ein Sturmlauf in der Schlussphase mit mehreren Gelegenheiten zum Ausgleich. Doch Mathias Fetsch und Braydon Manu bei einer Doppelchance (71.), ein Kopfball von Sebastian Mai (81.) und dann von Mathias Fetsch aus fünf Metern (83.) und erneut der beste Saisontorschütze nach Eingabe von Baxter Bahn (85.) konnten den immensen Aufwand nicht belohnen, zweimal rettete der Preußen-Torwart glänzend. Als dann auch Braydon Manu am langen Pfosten den Ball nicht voll traf (88.), war die Heimniederlage besiegelt. Der HFC hatte in Halbzeit eins zu wenig Zugriff und war entscheidend ins Hintertreffen zu geraten, der sichtbare Charakter des Teams mit viel Willen und Wucht konnte den Rückstand nicht mehr wettmachen.

HFC: Eisele – Schilk, Kastenhofer, Landgraf, Sohm, Jopek (71. Fetsch), Washausen (20. Lindenhahn), Ajani (71. Manu), Mai, Bahn, Pagliuca

SCP: Schuklze Niehues – Menig, Kittner (67. Schweers), Scherder, Heidemann, Braun, Kobylanski, Rodrigues Pires (76. Borgmann), Klingenburg, Kobylanski, Dadashov, Heinrich (71. Hoffmann)

Schiedsrichter: Harm Osmers

Zuschauer: 7469

Gelbe Karten: Mai, Bahn – Menig, Schulze Niehues