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Mit purer Verzweiflung

Der Hallesche FC war im Heimspiel gegen den Tabellendritten aus Unterhaching dreimal drauf und dran, dem Spiel eine positive Wendung zu geben. Doch bei aller Moral setzte es die nächste Niederlage. Beim 3:5 war die Anzahl der persönlichen Fehler schlichtweg zu hoch.

Der HFC nahm nach Schlappe beim FC Bayern mehrere Änderungen in der Startelf vor. Erstmals hütete Tom Müller 2019/20 in einem Ligaspiel das Tor, Dennis Mast rückte ins zentrale defensive Mittelfeld und Jannes Vollert nahm seinen Platz hinten rechts in der Dreierkette ein. Dafür rückte Toni Lindenhahn eine Position weiter nach vorn ins rechte Mittelfeld. Allen taktischen Überlegungen zum Trotz mussten die Rot-Weißen nach nicht einmal zwei Minuten erneut einen Rückschlag hinnehmen. Nach einem Eckball parierte erst Tom Müller per Fuß, dann wurde Sebastian Mai beim Rettungsversuch gecheckt und schließlich stand Dominik Stroh-Engel beim Einnetzen zum 0:1 goldrichtig. Der HFC antwortete mit wütenden Angriffen, setzte frühzeitig auf pure Wucht und agierte mit langen und zweiten Bällen. Bei allem Bemühen um den schnellen Ausgleich wurde die Defensive sträflich vernachlässigt. Dennis Mast musste per Tackling einen Lupfer von Stroh-Engel auf der Linie klären (6.), ehe nach 14 Minuten der nächtste Angriff der Hachinger zum 0:2 im Tor landete. Die Flanke von rechts konnte nicht unterbunden werden, im Zentrum setzte sich der Sturmtank der Gäste im Luftkampf durch und traf per Kopf aus Nahdistanz. Noch vor diesem Tor hatten Marcel Hilßner und Terrence Boyd mit ihren Schussversuchen weniger Glück, dann missglückte ein Volleyschuss von Baxter Bahn (15.) und schließlich wurde die Nummer 7 wenige Meter vor dem Tor nach Kopfballablage von Pascal Sohm am Vollstrecken gehindert (19.). Die Partie war durch die vielen Torraumszenen hüben wie drüben sehr unterhaltsam und wurde dann auch wieder spannend, als die SpVgg. nach Eckball per Kopf zum 1:2 ins eigene Netz traf (38.).

Nach der Pause fehlten zunächst Marcel Hilßner mit Freistoß und Fernschuss einige Zentimeter zum möglichen Ausgleich (51., 56.), ehe ein mustergültiger Konter gegen verzweifelt anrennende Hausherren zum 1:3 führte (58.). Noch immer gab sich der HFC nicht geschlagen, trug wütende Angriffe vor. Haching rettete auf der Linie (60.), Dennis Mast wurde im Strafraum zur Ecke geblockt (65.) und ein Kopfball von Mathias Fetsch landete neben dem Tor (70.), ehe Baxter Bahn nach zu kurzer Abwehr aus zehn Metern zum 2:3 traf (72.). Die Rot-Weißen witterten Morgenluft, erhöhten nochmals den Druck – und kassierten erneut ein Kontertor. Versuch Nummer eins vereitelte Tom Müller per Reflex noch (76.), dann jedoch war auch er in Unterzahl beim 2:4 machtlos (82.). Es spricht für die Moral der Mannschaft, dass sie noch immer nicht locker ließ nach dem neuerlichen Genickschlag. Jonas Nietfeld machte es mit dem Treffer zum 3:4 nochmal einmal spannend (88.), doch zögerliches Eingreifen vor dem Querpass 3:5 setzte allen Hoffnungen der Saalestädter ein Ende. Das Team hat einmal mehr alles probiert und investiert, brachte sich durch haarsträubende Fehler bei einem Spiel mit offenem Visier aber selbst um den möglichen Lohn.

HFC: Müller – Vollert, Mai, Landgraf, Lindenhahn (67. Hansch), Syhre, Mast, Hilßner (67. Nietfeld), Bahn, Boyd, Sohm (46. Fetsch).