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Ein „Happy End“ sieht anders aus

Der Hallesche FC hat sich am 9. Spieltag vor heimischer Kulisse letztlich 2:2 vom SC preußen Münster getrennt. In einem nach der Pause turbulenten Spiel drehte der HFC zunächst einen Rückstand, um dann während einer kuriosen Wechsel-Arie den Treffer zum Endstand zu kassieren.

Zum vierten Mal in Folge schickte Trainer Torsten Ziegner die gleiche Startelf auf den Rasen. Der vierte Sieg in Folge blieb den Rot-Weißen jedoch verwehrt. Zwar übernahm der Tabellenführer von Beginn an die Initiative und kontrollierte das Geschehen, doch zwingende Chancen blieben zunächst die Ausnahme. Felix Drinkuth gab die ersten HFC-Schüsse aufs Tor ab, erst mit rechts und dann mit links etwas zu hoch angesetzt (3., 8.). Dann setzte Björn Jopek einen als Flanke gedachten Freistoß an den Außenpfosten (14.). Wenig später versuchte es der Linksfuß aus der Distanz, sein strammer Schuss war jedoch zu mittig (22.). Gefährlich wurde es wieder nach 27 Minuten bei zwei klasse Flanken erst von rechts und dann von links, doch die defensiv eingestellten Gäste hielten mit guter Abwehrarbeit ihr Tor sauber. Ein halber Meter fehlte schließlich auch beim Kopfball von Sebastian Mai (30.), so dass es torlos in die Halbzeit ging.

Nachdem der SC Preußen in Hälfte eins nur zwei ungefährliche Schüsse auf das HFC-Tor zustande gebracht hatte, gingen die Westfalen mit der ersten Chance im zweiten Abschnitt in Führung. Die Hallenser Hintermannschaft packte nicht rechtzeitig zu, so dass der Konter zum 0:1 schließlich gut ausgespielt wurde (48.). Doch die Rot-Weißen zeigten wie in der Vorwoche in Ingolstadt nach Rückstand Moral und drehten die Partie. Unmittelbar nach einer Großchance für den SCP zum 0:2 drückte Pascal Sohm eine verlängerte Flanke von Patrick Göbel zum 1:1 per Kopf über die Linie (63.), dann gab es Handelfmeter nach einer weiteren Flanke von Patrick Göbel. Baxter Bahn musste mit der Ausführung des Strafstosses lange warten, blieb aber cool und traf sicher zum 2:1 (77.).

Dann brach die hektische Schlussphase an. Der HFC wollte wechseln, der Schiedsrichter schickte den falschen Spieler vom Feld und ließ dann weiterlaufen, obwohl der eingewechselte Jan Washausen noch gar nicht eingreifen konnte. Die kurzzeitige Überzahl nutzte Münster zu einem Schuss an die Lattenunterkante, von wo der Ball wohl hinter die Linie sprang zum 2:2 (84.). Proteste und Diskussionen im Anschluss änderten an der Entscheidung des Unparteiischen nichts. Die wütende Schlussoffensive des HFC brachte keinen weiteren Erfolg, so dass die Begegnung beim 2:2 abgepfiffen wurde.

HFC: Eisele – Göbel, Mai, Vollert, Landgraf, Bahn, Jopek, Drinkuth, Guttau (70. Nietfeld), Sohm, Boyd (84. Washausen).