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Das wahre HFC-Gesicht

Die Leistung auf dem Rasen war am Sonntag im letzten Spiel des Jahres beinahe wichtiger als das Ergebnis. Darüber waren sich Mannschaft und sportliche Leitung einig. Das Team des Halleschen FC zeigte wieder sein „wahres“ Gesicht und entließ nicht zuletzt die Fans mit einem deutlich besseren Gefühl in die Weihnachtsfeiertage.

Nach dem verkrampften, verunsicherten, irgendwie nach Handbremse aussehenden Heimspiel gegen Würzburg galt es gegen den KFC Uerdingen, in der Art und Weise des Spiels wieder die begeisternde HFC-Truppe auf dem Spielfeld zu sehen, die seit Sommer 2018 fast durchgehend viel Freude bereitete. Deshalb rief Trainer Torsten Ziegner seine Schützlinge sinngemäß auf: Seid mutig, geht Risiko, stresst den Gegner, gebt Gas solange der Akku reicht, habt keine Angst vor Fehlern. Wenn etwas schief geht, übernimmt die sportliche Leitung die Verantwortung.

Gesagt, getan. Die Führungsspieler Sebastian Mai und Jan Washausen hielten der Offensivfraktion den Rücken frei, hinten wurde oft auf Überzahl verzichtet, um genug Leute zum Pressing in vorderster Front zu haben. Es war erfrischend zu sehen, wie viele Flanken von links und rechts in den KFC-Strafraum segelten, mit wieviel Tempo die Aktionen vorgetragen wurden, wie schnell der Pass in die Spitze gesucht wurde anstatt langatmig hinten herum zu spielen.

Beinahe zwangsläufig ergaben sich Torchancen, auch wenn die letzte Präzision noch fehlte. Das Star-Ensemble aus Uerdingen war sichtlich beeindruckt von der Wucht und Zweikampfschärfe des HFC. Es passte zu den vergangenen Wochen, dass ausgerechnet ein abgefälschter Verlegenheitsschuss der Gäste zum Gegentor führte. Prädikat bitter und unglücklich. Doch die Reaktion des Teams war bemerkenswert. Weiter, immer weiter. Volles Risiko mit Sebastian Mai neben Terrence Boyd ganz vorn, mit hohen Außenverteidigern, mit dem Mut zum Eins gegen Eins in der eigenen Abwehr. Der HFC wurde belohnt. Mit dem verdienten Ausgleich und mit Beifall von den Rängen nach Abpfiff inklusive aufmunternder Worte aus dem Fanblock. Pünktlich vor der Winterpause hat das Team zum eigenen Stil zurückgefunden. Angriffslustig wird es 2020 weiter gehen. Diese Botschaft war am 22. Dezember wichtiger als das 1:1-Endergebnis.