Spielbericht
14.03.2019

STANDARDS ENTSCHEIDEN DAS SPIEL

Der Hallesche FC hat sein Heimspiel gegen den FC Energie Cottbus in letzter Sekunde unglücklich mit 2:3 verloren. Als sich beide Teams und die 8304 Zuschauer bereits mit einem Remis in einem offenen Schlagabtausch abgefunden hatten, führte ein Eckball in der Nachspielzeit zur bitteren Niederlage.

Der HFC schickte die identische Formation wie bei den jüngsten beiden Siegen auf den Rasen. Einzige Veränderung im Aufgebot war die Nominierung von Sebastian Mai, der erstmals nach langer Verletzung auf der Bank saß. Die Hausherren übernahmen sofort die Initiative, doch Cottbus wirkte spielfreudig und selbstbewusst. So entwickelte sich eine Partie auf gutem Niveau. Die Saalestädter gingen früh in Führung, als Pascal Sohm nach Freistoß von Baxter Bahn im Getümmel den Fuß hinhielt und flach einschoss (12.). Am Verlauf änderte dies wenig. Der FC Energie versuchte bei Ballgewinn zu kombinieren, kam allerdings selten zum Abschluss. Nach 28 Minuten jedoch lag der Ball plötzlich im HFC-Tor, als Jürgen Gjasula flankte und Kevin Weidlich per Kopf zum 1:1 traf (28.). Die Gastgeber hatten mehr vom Spiel und wollten ihrer Favoritenrolle gerecht werden, wurden schließlich nach 42 Minuten belohnt. Wieder führte ein Standard zur Führung, als Moritz am langen Pfosten hellwach war und aus Nahdistanz zum 2:1-Pausenstand traf. Durchaus verdient, auch wenn das Spiel auf des Messers Schneide stand.

Nach der Pause glich der FC Energie durch Steli Mamba aus, der halbrechts im Strafraum mit links abzog und ins lange Eck traf (50.). Die Begegnung wogte nun hin und her. Der HFC erhöhte wieder die Schlagzahl und hatte zwei Top-Chancen. Erst drang Marvin Ajani in den Strafraum ein und legte quer, Mathias Fetsch scheiterte aus der Drehung am FCE-Keeper . Dann brachte Braydon Manu den Ball von rechts scharf nach innen, wo Baxter Bahn am kurzen Pfosten zum Abschluss kam und am Keeper scheiterte (60.). Die nächste Großchance vergab Dimitar Rangelov nach 75 Minuten, so dass es in einem intensiven Spiel mit großen Lücken auf beiden Seiten nach einem gerechten Unentschieden aussah, als die Schlussphase anbrach. Zwar gab sich der Hallesche FC mit der Punkteteilung nicht zufrieden und suchte immer wieder den Weg nach vorn, doch entscheidend konnten sich die Rot-Weißen gegen kämpferische Cottbuser nicht mehr durchsetzen. Denen gelang dann in der Nachspielzeit sogar noch der Lucky Punch nach einem Eckball, als Matuwila den Ball aus dem Gewühl heraus am kurzen Pfosten zum 2:3 über die Linie drückte. Die Niederlage war zuviel des Schlechten, ein Remis hätte der Leistung beider Mannschaften eher entsprochen.

HFC: Eisele – Schilk, Heyer, Landgraf, Ajani, Washausen, Bahn, Manu (67. Pronichev), Lindenhahn (56. Jopek), Sohm (75. Tuma), Fetsch

FCE: Rauhut – Weidlich (71. Hemmerich), Matuwila, Müller, Schlüter, Gjasula, Bohl, Rangelov, de Freitas, Viteritti, Mamba (87. Geisler)

Schiedsrichter: Timo Gerach

Gelb: Matuwila, de Freitas

Zuschauer: 8304

Von: LT