Spielbericht
01.12.2018

AUSWÄRTSSIEG IM TOPSPIEL

Der Hallesche FC hat sein Auswärtsspiel beim bisherigen Tabellenzweiten SC Preußen Münster verdient mit 2:1 gewonnen und ist mit diesem Dreier am direkten Gegner vorbei gezogen. Grundlage für den Erfolg war eine bärenstarke erste Halbzeit.

Die Hiobsbotschaft vor Anpfiff steckte die Mannschaft des HFC super weg. Kapitän Jan Washausen musste mit Wadenproblemen passen, Tobias Schilk war wegen Verletzung gar nicht erst mitgefahren und Toni Lindenhahn war letztmals gesperrt. Nach einer Abtastphase gegen die zuletzt so heimstarken Preußen wurden die Rot-Weißen immer sicherer in ihren Mitteln, traten selbstbewusst auf und nutzten die Überzahl im Mittelfeld zu starkem Aufbauspiel. Immer wieder ging es schnell über die Außen, wo Marvin Ajani und Braydon Manu ihre Tempovorteile ausspielten. Marvin Ajani gab nach sieben Minuten den ersten Warnschuss ab, nicht zufällig sorgte er dann nach Vorarbeit seines Flügelkollegen Braydon Manu auch für die fällige Führung (23.). Während Münster nur nach Flanken vornehmlich über die eigene linke Seite Gefahr ausstrahlte, stürzte der HFC die Hausherren regelmäßig in Verlegenheit. Das 0:2 war eine logische Folge, als Pascal Sohm klug auf Braydon Manu durchsteckte und Mathias Fetsch dessen Querpass über die Linie drückte (31.). Als Sebastian Mai dann mit einem Linksschlenzer knapp scheiterte (37.), machten sich die Preußen-Fans bemerkbar. „Aufwachen!“ forderten sie ihre Mannschaft auf, ein Indiz für die Überlegenheit des Halleschen FC vor der Pause.

Nach dem Wechsel beschränkte sich der HFC mit der Führung im Rücken vor allem auf Konter. Die gab es nach einem gefährlichen SCP-Kopfball (48.) zur Genüge. Doch Marvin Ajani, Braydon Manu und später auch Davud Tuma blieben mit ihren finalen Pässen in verheißungsvollen Situationen hängen. Mathias Fetsch hatte nach Flanke von Sebastian Mai einen weiteren Treffer auf dem Kopf (75.). Die Schlussphase wurde hektisch, weil Münster durch Warschewski auf 1:2 verkürzte (78.) und dann naturgemäß alles nach vorn warf. Die Gäste stemmten sich kämpferisch gegen die Angriffe der Gastgeber, die immer mehr Wucht und Körpergröße einwechselten und auf lange Bälle setzten. Letztlich wehrte sich die junge HFC-Mannschaft erfolgreich gegen den drohenden Ausgleich und fuhr einen insgesamt absolut verdienten Auswärtssieg ein.

Münster: Schulte Niehues – Schweers, Scherder, Borgmann, Pires, Menig, Klingenburg, Müller, Heinrich (46. Warschewski), Hoffmann, Kobylanski

HFC: Eisele – Arkenberg, Heyer, Landgraf, Ajani (81. Kastenhofer), Jopek, Bahn, Manu, Sohm (71. Tuma), Mai, Fetsch (88. Pagliuca)

Schiedsrichter: Robert Schröder

Gelb: Klingenburg, Müller, Menig – Jopek, Arkenberg, Landgraf

Zuschauer: 6400

Von: LT