Die Tabelle der 3. Liga ist nach 14 Spieltagen nur eine Momentaufnahme. Und doch steht bereits fest: Der Hallesche FC misst sich am Sonnabend um 14 Uhr im heimischen ERDGAS Sportpark mit einer Spitzenmannschaft. Nicht nur, weil Dynamo Dresden als aktueller Tabellenführer an die Saale kommt.

Der Absteiger aus der 2. Bundesliga hat im Sommer 2020 einen gewaltigen Umbruch absolviert – und mächtig investiert. Nach Spielern wie Stark, Mai, Daferner, Hosiner, Weihrauch oder Stefaniak streckten viele Clubs ihre Fühler aus – nach Dresden sind sie gegangen. Entsprechend hochkarätig ist der Dynamo-Kader besetzt, das Team zählte von Beginn an zu Top-Favoriten. Platz eins bestätigt die Vorschusslorbeeren, obwohl die Schwarz-Gelben längst nicht souverän ihre Kreise ziehen.

Zuletzt allerdings war die Mannschaft stabil und erfolgreich. Vier Siege und ein Unentschieden bei 10:2 Toren gab es zuletzt. Der Platz an der Sonne ist folglich kein Zufall. Und doch hat Dynamo Sorgen. Denn vor dem Duell mit dem Halleschen FC fehlen zwei Leistungsträger aus der Defensive. Kapitän Sebastian Mai kann bei seinem Ex-Club wegen einer Knieverletzung nicht mitwirken, Ex-Kapitän Marco Hartmann pausiert nach Gelb-Rot-Sperre. „Dresden wird das kompensieren. Ob sie das auch für ihre Standards schaffen mit dem Wegfall von zwei Top-Kopfballspielern, werden die 90 Minuten zeigen“, schaut Florian Schnorrenberg voraus.

Der HFC-Trainer beschäftigt sich bei aller Akribie und Gegneranalyse ohnehin lieber mit dem eigenen Team. Und den eigenen „Sorgen“. Terrence Boyd pausierte am Donnerstag im Training, der zweitbeste Torjäger der Liga plagt sich nach Mammut-Programm mit muskulären Problemen. Für Lukas Boeder wird die Rückkehr in den Kader ein Wettlauf mit der Zeit. Einsatzbereitschaft signalisierte dagegen Fabian Menig nach vielen Wochen Verletzungspause. Auf das Team in Rot-Weiß wartet jedenfalls eine große Herausforderung. Sich mit dem Spitzenreiter und Top-Favoriten zu messen, ist eine echte Standortbestimmung für die Mannschaft des Halleschen FC. Auch wenn auch diese Partie nur eine von 38 ist im Saisonverlauf – und damit eine Momentaufnahme.