Der Hallesche FC hat im dritten Spiel der englischen Woche das dritte Unentschieden eingefahren. Gegen den 1. FC Kaiserslautern lag der HFC 0:1 zurück, steigerte sich dann jedoch deutlich und schaffte dank des ersten Treffers von Antonios Papadopoulos im Profifußball noch das Remis im heimischen ERDGAS Sportpark vor leeren Rängen.

Die Hausherren rotierten angesichts der jüngsten Belastungen. Die muskulär vorbelasteten Lukas Boeder und Niklas Landgraf nahmen diesmal zunächst auf der Bank Platz, Niklas Kastenhofer und Janek Sternberg besetzten die laufintensiven Außenpositionen in der Abwehr. Zudem kehrte Julian Guttau in die Startelf zurück.

Ausgeruhte Gäste aus der Pfalz übernahmen zu Beginn die Initiative, schalteten nach Ballverlust der Gastgeber schnell um und spielten zwei Überzahlsituationen schlecht aus. Nach zwölf Minuten jedoch klingelte es im Kasten der Saalestädter, Redondo vollendete einen guten Angriff aus Nahdistanz zum 0:1 (12.). Der HFC biss sich danach förmlich in die Begegnung, erzwang mit kämpferischen Mitteln Ausgeglichenheit und hatte ab der 20. Minute die beste Phase im Spiel. Erst setzte Terrence Boyd einen Kopfball etwas zu hoch an (20.), dann verfehlte Jonas Nietfeld per Kopf knapp das Ziel (25.), und schließlich strich ein Distanzschuss von Julian Guttau aus 25 Metern nur um Zentimeter am Gehäuse des FCK vorbei (27.). Auch ein Schuss von Julian Derstroff sorgte für Gefahr, das lange Bein von Terrence Boyd erwischte die Kugel nicht ganz. Auf der Gegenseite bewahrte Torhüter Sven Müller sein Team kurz vor der Pause vor einem weiteren Gegentor, als er entschlossen den Winkel verkürzte und den frei vor ihm auftauchenden Redondo zur Ecke blockte (40.).

Nach dem Wechsel kam der HFC schwung- und druckvoll aus der Kabine. Erst hatte Julian Guttau eine Kopfballchance und Jonas Nietfelds Linksschuss wurde geblockt (50.), dann fiel das inzwischen absolut verdiente 1:1. Nach Eckball von Janek Sternberg lauerte Antonios Papadopoulos am langen Pfosten und drückte den Ball gedankenschnell aus kurzer Entfernung über die Linie (52.). Wenige Minuten später hatte Terrence Boyd dann das 2:1 auf dem Fuß, als er sich geschickt um den Gegenspieler drehte und seinen Schuss aus zehn Metern etwas zu hoch ansetzte (58.). In einem temporeichen und teils „wilden“ weil umkämpften und fehlerbehafteten Spiel hatten die Saalestädter dann noch einmal Glück, dass Moravec nach Fehlabspiel des HFC nach 61 Minuten seine große Chance nicht nutzte. In der Schlussphase merkte man beiden Teams den Kräfteverschleiß an. Doch während sich Kaiserslautern frühzeitig mit dem Unentschieden begnügte, wollte Halle den Sieg bis zum Abpfiff erzwingen. Terrence Boyd hatte noch eine gute Gelegenheit (82.), Lukas Boeder fand bei seinem Vorstoß in den Strafraum keinen Abnehmer und Jan Shcherbakovski prüfte FCK-Keeper Spahic in der letzten Minute noch zweimal mit Linksschüssen von der Strafraumrenze. Letztlich blieb es beim 1:1. Der HFC beendete die englische Woche damit zwar ungeschlagen, aber auch sieglos nach drei Remis in Serie.

HFC: S.Müller – Kastenhofer (Boeder), Vucur, Reddemann, Sternberg, Lindenhahn (Eberwein), Nietfeld, Papadopoulos, Derstroff, Guttau (Shcherbakovski), Boyd.