12.06.2010 - 34. Spieltag der FSA-Verbandsliga, Saison 2009/10:

BSV Halle-Ammendorf - 1. FC Magdeburg II 1:1 (0:0)
Oscherslebener SC - 1. FC Lok Stendal 1:2 (0:0)
Naumburger SV 05 - TV Askania Bernburg 4:1 (3:0)
SG Union Sandersdorf - 1. FC Romonta Amsdorf 3:2 (3:0)
Haldensleber SC - TSV Völpke 5:0 (3:0)
MSV Eisleben - FC Grün-Weiß Wolfen 1:9 (1:4)
FC Einheit Wernigerode - FC Grün-Weiß Piesteritz 0:5 (0:2)

   Hallescher FC U23 - Magdeburger SV Preußen 5:0 (2:0)

Überzeugender Saisonabschluss unserer U23
5:0-Erfolg gegen Preußen Magdeburg | Fünf verschiedene Torschützen | Sechs Spieler verabschiedet | FSA überreichte die Silbermedaillen für den „Vizetitel“
Dieser Vizemeister war zwar kein richtiger Titel für den Vereinskopfbogen, aber zum Feiern reichte er allemal. Unsere U23 wurde im letzten Saisonspiel der Verbandsliga Sachsen-Anhalt ihrer Favoritenrolle gerecht und gewann bei regnerischem Wetter sowie zu bester WM-TV-Zeit vor knapp 60 Zuschauern im Stadion am Böllberger Weg gegen den MSV Preußen aus Magdeburg völlig verdient mit 5:0. Schon vor dem Anpfiff des später sehr gut amtierenden Schiedsrichters Torsten Junghof aus Neukirchen wurden sechs Spieler aus unserem Verein verabschiedet. HFC-Nachwuchsleiter Hagen Schmidt nahm diesen letzten Handschlag persönlich vor und bedankte sich bei André Gehmlich, Vincent Mustapha, Christoph Schulz, Tommy Parthier, Sebastian Schneider und Patrick Rosenau. Bis auf letzteren standen die „Abgänger“ auch in der Startformation. Die Gäste aus der Landeshauptstadt waren nur mit 12 Spielern angereist, so dass MSV-Trainer und Ex-HFCer Dirk Hannemann sich selbst auf das Feld schicken musste. Der fast 40jährige hatte dann viel zu kommentieren und zeigte mit so manchem Zuckerpass seine durchaus noch vorhandenen technischen Fähigkeiten. Diesbezüglich waren auch seine Mitspieler nicht schlecht bestückt. Über die gesamten 90 Minuten besaßen die Preußen optische Vorteile und eine leichte Feldüberlegenheit, doch für ein Tor reichte es nicht. Unsere Jungs waren taktisch klug eingestellt, überließen den Magdeburgern weitestgehend das Mittelfeld und warteten auf die Preußen-Fehler, die dann auch passierten. In der ersten 20 Minuten hätten die Gäste durch Steve Röhl durchaus in Führung gehen können (3., 18.). Dabei spielten sie zwischen der 7. und 12. Minute sogar unfreiwillig in Unterzahl, weil sich Rechtsaußen Kevin Knöfler am Kopf verletzt hatte, aber nach einer Konsultation mit den Sanitätern von Spielertrainer „Hanne“ wieder zurück aufs Feld beordert wurde. Mit zunehmender Spielzeit wurden die Angriffe des HFC immer gefährlicher. In der 28. Minute köpfte dann Innenverteidiger Sebastian Dräger einen Freistoß von Sebastian Schneider unhaltbar ins MSV-Gehäuse. Und die Preußen machten vor der Pause noch einen schweren Fehler, den Tommy Parthier (36.) zur 2:0-Führung nutzte.

Die zweite Halbzeit begann so wie die erste. Wieder kam der MSV zu den ersten klaren Chancen, und wieder vergab sie Steve Röhl (46., 58.). Auch die Fehler kamen wieder. Gleich den ersten nutzte der eingewechselte René Beßler, der eine Kopfballablage von Sebastian Schneider am langen Pfosten einschieben konnte (59.). Obwohl sich die Gäste niemals aufgaben, liefen sie auch im zweiten Abschnitt vergeblich dem verdienten Ehrentreffer hinterher. Die jungen HFCer waren einfach schneller und spielten immer wieder gefährliche Pässe in die Spitze. Einen davon erlief sich Jan Wehlert in der 67. Minute und sorgte mit dem 4:0, nach schönem Solo, für die endgültige Spielentscheidung. René Beßler, mit 17 Saisontreffern bester interner Torschütze unserer U23, hätte seine Gesamttorzahl durchaus noch auf 20 erhöhen können, verzog aber aus günstigen Positionen nur knapp. Marco Likos sorgte in der 77. Minute, nach einem erneut tödlichen Pass aus dem HFC-Mittelfeld, für den 5:0-Endstand.
Unmittelbar nach dem Abpfiff wurden dem Team die Silbermedaillen überreicht. Am Ende fehlten ganze drei Punkte zum Meistertitel und möglichen Oberligaaufstieg. Der schon vor dem letzten Spieltag feststehende Landesmeister 1. FC Magdeburg II spielte beim Tabellendritten in Ammendorf (Glückwunsch in den Süden unserer Stadt) 1:1-Unentschieden. Mit einer zünftigen UFTA feierte das Team die bislang beste Platzierung seit dem Verbandsligaaufstieg und verabschiedete sich bei den treuesten der treuen HFC-Fans.
Ro-Heb | JS | Fotos: Agentur ROWIS

STATISTIK: Hallescher FC U23 - Magdeburger SV Preußen 5:0 (2:0)
U23 (rot-rot): Gehmlich (46. Rosenau) - Schulz, Barabasch, Dräger, Mustapha - Wehlert, Trojandt (48. Beßler), Horn - Likos, Parthier, Schneider. Trainer: Arvid Neumann.
MSV (weiß-weiß): Sträter - Behr, Mensch, Schulz, Wendenburg, Siemke, Röhl, Knöfler, Matthias, Hannemann, Göres. Trainer: Dirk Hannemann.
Tore: 1:0 - Dräger (28.), 2:0 - Parthier (36.), 3:0 - Beßler (59.), 4:0 - Wehlert (67.), 5:0 - Likos (77.). Gelbe Karten: Siemke, Röhl (MSV - beide wegen Foulspiels). Schiedsrichter: Torsten Junghof (Neukirchen). SRA: Jens Oehme, Marcel Böhmer.
Zuschauer: 58 im Stadion am Böllberger Weg.
Äußere Bedingungen: 22 Grad und bewölkt, gut bespielbarer Platz.
Anmerkungen: Wir verabschieden uns von folgenden U23-Spielern, sagen Danke und wünschen Ihnen viel Erfolg in ihren neuen Vereinen!
im Foto v. l. n. r.: André Gehmlich, Vincent Mustapha, Christoph Schulz, Tommy Parthier, Sebastian Schneider und Patrick Rosenau.
Statistik: Ro-Heb | JS | Foto: Agentur ROWIS