29.05.2010 - 34. Spieltag der DFB-Regionalliga NORD, Saison 2009/10:
Hannover 96 II - Goslarer SC 08 4:1 (2:1)
SV Babelsberg 03 - FC St. Pauli II 4:1 (3:0)
Türkiyemspor Berlin - FC Oberneuland 5:0 (2:0)
VFC Plauen - Chemnitzer FC 0:1 (0:1)
SV Wilhelmshaven - Hertha BSC II 1:1 (0:1)
F.C. Hansa Rostock II - VfL Wolfsburg II 0:1 (0:0)
1. FC Magdeburg - ZFC Meuselwitz 1:1 (1:1)
Hamburger SV II - Tennis Borussia Berlin 2:1 (1:1)

     VfB Lübeck - Hallescher FC 1:1 (0:0)

Am Ende stand es leider nur Remis
Nach Führungstreffer von Toni Lindenhahn und hoch überlegenen 75 Minuten kurz vor Schluss noch den Ausgleich kassiert
Die Serie 2009/10, welche am heutigen Samstag mit der Partie unserer Regionalligamannschaft beim VfB Lübeck ihr Ende fand, war für unseren HFC wieder eine erfolgreiche. Lange Zeit in der Nähe des Aufstiegsplatzes liegend, gewannen die Köhler-Jungs den Landespokal und schrieben damit einen weiteren Titelgewinn in den Kopfbogen unseres Vereins. Nun galt es, sich nochmals zu konzentrieren und mit einem Sieg bei den ca. 200 mitgereisten Fans unter den 2.649 Zuschauern zu bedanken. Diese Rechnung ging auch bis drei Minuten vor Schluss auf, doch dazu kommen wir noch später...
Unsere Rot-Weißen begannen mit zwei Veränderungen in der Anfangsformation. Erstmals hütete Jürgen Rittenauer das HFC-Tor in einem Punktspiel, und Selim Aydemir agierte in der zentralen Spitze. Bereits in der 7. Minute hätten die Saalestädter in Front gehen müssen. Von Steve Finke schön freigespielt, lief der „neue Mittelstürmer“ allein auf das VfB-Gehäuse zu und umkurvte auch noch Torwart Nourreddine Semghoun. Doch sein Versuch, das Leder in die Maschen zu schieben, war einfach zu lässig, so dass Patrick Peters noch gerade so auf der Linie klären konnte. Kurz darauf flankte der wieder agile Toni Lindenhahn von rechts in den Strafraum, und Nico Kanitz kam um eine Stiefelspitze zu spät (9.). Dann führte der türkische U21-Nationalspieler einen an ihm verwirkten Freistoß aus 20 m selbst aus und verfehlte das linke Dreiangel nur ganz knapp (18.). Die Gäste bestimmten weiterhin das Spielgeschehen und markierten in der 31. Minute endlich das Führungstor. Eine gut temperierte Flanke von Nico Kanitz köpfte Toni Lindenhahn aus Nahdistanz ein. Mit diesem verdienten Zwischenstand - die Grün-Weißen besaßen in der ersten Hälfte nicht eine wirkliche Chance - ging es in die Kabinen.
Aus diesen kamen beide Mannschaft zunächst unverändert zurück. Nach dem Wiederanpfiff passierte erst einmal für lange Zeit nicht viel. Der HFC verwaltete den Vorsprung und kontrollierte die Partie, welche nunmehr durch viele Freistöße gekennzeichnet war. Die Hausherren verzeichneten nach ihrer vierten Ecke von Marcello Meyer die erste Möglichkeit: Den Kopfball von Patrick Peters hielt Jürgen Rittenauer aber gut (73.). Etwas später senkte sich ein Kopfball von Stefan Richter noch gefährlich auf das hallesche Tornetz (79.). Nach mehreren erfolglosen Konterversuchen legte dann auf der Gegenseite der mittlerweile für Selim Aydemir eingewechselte Angelo Hauk klug auf Philip Schubert zurück, doch dessen Geschoss aus 18 m landete leider nur am rechten Pfosten (84.). Drei Minuten vor Ultimo gab es einen Freistoß für den VfB. Marcello Meyer schlug den Ball in den HFC-Strafraum, und Stefan Richter köpfte unhaltbar ins lange Eck zum schmeichelhaften Ausgleich ein. Es war übrigens der erste Lübecker Treffer gegen unsere Mannschaft in zwei Jahren Regionalliga. Bei diesem Ergebnis blieb es dann am Ende auch, weil unsere Jungs sich durch eine Unaufmerksamkeit um den Lohn ihrer Bemühungen brachten. Am kommenden Dienstag folgt ab 18.00 Uhr noch der Saisonabschluss beim Wettiner SV 1920, bevor sich das Team in seinen verdienten Jahresurlaub verabschiedet.
JS | Ro-Heb | Foto: Agentur ROWIS

STATISTIK: VfB Lübeck - Hallescher FC 1:1 (0:0)
LÜB (grün-weiß): Semghoun - Helmke (60. Röhr), Marheineke, Peters, Hohnstedt - Gebers, Sachs, Landerl (60. Meyer) - C. Lange (60. Senger), Richter, Henning. Trainer: Peter Schubert.
HFC (weiß-rot): Rittenauer - Benes, Lachheb, Mouaya, Knaack - Schubert, Finke - Lindenhahn (82. Seipel), Hebestreit (74. Müller), Kanitz - Aydemir (79. Hauk). Trainer: Sven Köhler.
Tore: 0:1 - Lindenhahn (31., Vorarbeit Kanitz), 1:1 - Richter (87., Vorarbeit Meyer). Ecken: 4:3 (2:1). Freistöße: 23:19 (11:7). Chancen: 3:5 (0:4). Abseits: 4:7 (1:2). Gelbe Karten: Marheineke (38., Foulspiel) - Aydemir (37., Foulspiel), Finke (57., Foulspiel), Schubert (57., Reklamieren). Schiedsrichter: André Wenzel (Gnarrenburg), Note 2 - Ohne große Fehler, pfiff in der fairen Partie am Ende aber etwas kleinlich. SRA: Michel Haupt, Björn Förster.
Zuschauer: 2.649 (darunter ca. 200 HFCer) im Stadion Lohmühle in Lübeck.
Äußere Bedingungen: 22° Grad und sonnig, gut bespielbarer Platz.
Anmerkungen: Beim HFC fehlten die verletzten Pavel David, Marco Hartmann und Christian Kamalla. Zu seinem ersten Punktspieleinsatz kam Torwart Jürgen Rittenauer, ihren letzten absolvierten Adli Lachheb und Benedikt Seipel.
Statistik: JS | Ro-Heb

AUS DER PRESSEKONFERENZ
Sven Köhler (Cheftrainer des Halleschen FC): „Ich denke, wir haben am letzten Spieltag noch einmal eine ordentliche Regionalligabegegnung gesehen. Meine Mannschaft hat gut gespielt und ist auch verdient in Führung gegangen. Leider haben wir aber unsere Konterchancen nicht zum 2:0 nutzen können und Lübeck mit dem Ausgleich noch einen guten Abschluss der Serie vor den eigenen Zuschauern verschafft.“
Peter Schubert (Cheftrainer des VfB Lübeck): „Der Geist war willig, doch das Fleisch war schwach. So möchte ich die Partie meiner Jungs einschätzen, die ungefähr 80 Minuten benötigten, um ins Spiel zu finden. Am Ende haben wir uns aber doch noch gegen die Niederlage gewehrt und mit dem 1:1 ein ordentliches Ergebnis zum Saisonende geschafft.“