05.05.2010 - FSA-Pokal, Halbfinale, Saison 2009/10:

21.04.2010:
VfB Germania Halberstadt - 1. FC Magdeburg 1:0 (1:0)

Das Finale:
16.05.2010:
VfB Germania Halberstadt - Hallescher FC (in Sangerhausen)


   1. FC Lok Stendal - Hallescher FC 1:4 (0:2)

Mit einem verdienten Sieg gelingt der Einzug ins Finale
Der HFC wurde in der Altmark seiner Favoritenrolle vollauf gerecht
Auch wenn der 1. FC Lok Stendal aktuell in der Verbandsliga Sachsen-Anhalt hinter unserer U23 mit 44 Punkten bei 45:36 Toren einen guten dritten Platz belegt, waren die Rollen vor dem Halbfinale im Landespokal klar verteilt. Alles andere, als ein Sieg des Regionalligisten gegen die zwei Klassen tiefer angesiedelten Altmärker wäre schon eine deftige Überraschung gewesen. Für unsere Rot-Weißen galt es, in dieser Partie ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden und sich für das Finale sowie dann mit einem weiteren Sieg ggf. für die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal zu qualifizieren, was ein garantiertes Antrittsgeld in Höhe von EUR 113.000 in die Clubkassen spülen würde. Im Punktspiel unserer zweiten Mannschaft am 20. Februar hieß es am Ende übrigens 5:0 gegen den 1. FC Lok, wobei unserem dort aus der „Ersten“ mitwirkenden Stürmer Markus Müller allein vier Treffer gelangen...
„Mülli“ stand auch heute in der Anfangsformation, in welcher zudem als linker Außenverteidiger Youngster Benjamin Knaack auflief und Philip Schubert auf die Sechserposition rückte. Das Spiel begann vor am Ende 1.112 Besuchern aufgrund des großen Andrangs an den Kassen rund zehn Minuten später, für die Gäste allerdings vom Verlauf her ideal. Nach einem schnellen Gegenzug gab Markus Müller das Leder herein, und Selim Aydemir hatte keine Mühe, aus 5 m zur Führung einzuschieben (2.). Keine zehn Minuten später legte Nico Kanitz für Markus Müller auf, der Stephan Boy im Lok-Gehäuse mit einem klugen Heber aus 12 m zum 2:0 überwand (11.). Dann versuchte sich der „Dicke“ selbst, traf aus 14 m aber leider nur den rechten Pfosten (19.). Sein nächster Schuss von der Strafraumgrenze ging einen knappen Meter neben das linke Dreiangel (23.), und der folgende von Benjamin Knaack wurde noch ans Außennetz abgefälscht (25.). Auf der Gegenseite tauchte der Gastgeber erstmals in der 33. Minute im HFC-16er auf, doch Benedikt Nellessens Schuss stellte keine ernsthafte Probe für Darko Horvat dar. Sein Pendant im Stendaler Tor parierte kurz darauf großartig gegen den freistehenden Selim Aydemir (36.), dessen folgender Versuch einen Meter neben dem linken Pfosten ins Toraus ging (39.). Dann war eine muntere erste Halbzeit zu Ende, in welcher die Saalestädter klar dominierten, aber noch das eine oder andere Törchen zuwenig erzielt hatten.
Aus den Kabinen kamen beide Mannschaften zunächst unverändert zurück. Nachdem Stephan Boy noch einen Schuss von Markus Müller sicher hielt (50.), war er dann gegen den überlegten Schlenzer von Nico Kanitz aus 18 m machtlos (52.). Das 4:0 markierte „Mülli“, für den Toni Lindenhahn aufgelegt hatte, mit einem trockenen Flachschuss von der Strafraumgrenze ins rechte untere Eck (55.). Die Gäste machten weiter mächtig Druck. Ein abgefälschter Versuch von Steve Finke trudelte knapp neben dem rechten Pfosten vorbei, und die nachfolgende Ecke von Selim Aydemir kratzte der Lok-Keeper gerade noch heraus (61.). Den Ehrentreffer für die sich nie aufgebenden Hausherren markierte Ex-HFCer Sven Körner, der aus 8 m einschob (84.) - zuvor hatte Adli Lachheb über den Ball geschlagen.
Damit gelang ein ungefährdeter Sieg, welcher den Einzug ins Finale gegen den VfB Germania Halberstadt bedeutet. Dieses findet, wie der FSA nach dem Abpfiff bekannt gab, am 16. Mai um 13.00 Uhr in Sangerhausen statt.
JS | Ro-Heb | Foto: Agentur ROWIS

STATISTIK: 1. FC Lok Stendal - Hallescher FC 1:4 (0:2)
LOK (schwarz/rot-schwarz): Boy - Kiefel, Meier, Stach (30. Noack), Runge - Kriebitzsch, Schulz (83. Butze), Winkelmann - Nellessen - Körner, Toste (70. Erdmann). Trainer: Wolfgang Sandhowe.
HFC (weiß-rot): Horvat - Knaack (73. Sieber), Lachheb, Mouaya, Benes - Schubert, Finke (64. Görke) - Lindenhahn (58. Hauk), Aydemir, Kanitz - Müller. Trainer: Sven Köhler.
Tore: 0:1 - Aydemir (2., Vorarbeit Müller), 0:2 - Müller (11., Vorarbeit Kanitz), 0:3 - Kanitz (52., ohne Vorarbeit), 0:4 - Müller (55., Vorarbeit Lindenhahn), 1:4 - Körner (84.). Ecken: 0:11 (0:6). Freistöße: 14:12 (8:9). Chancen: 2:13 (1:8). Abseits: 1:6 (0:1). Gelbe Karte: Nellessen (74., Foulspiel). Schiedsrichter: Sven Schweinefuß (Rieder), Note 2 - Hatte mit der Leitung der fairen Partie keine Probleme. SRA: Uwe Biermann, Alexander Groll.
Zuschauer: 1.112 (darunter ca. 250 HFCer) im Stadion am Hölzchen in Stendal.
Äußere Bedingungen: 12° und leicht bewölkt, gut bespielbarer Platz.
Anmerkungen: Beim HFC fehlten die verletzten Pavel David und Marco Hartmann sowie der gesperrte Ronny Hebestreit (rote Karte).
Statistik: JS | Ro-Heb | Foto: Agentur ROWIS


DIE TRAINERSTIMME:
Sven Köhler (Cheftrainer des Halleschen FC): „Entscheidend war, das wir ein schnelles 2:0 erzielten. Wir haben dann das Spiel eigentlich zu jeder Zeit beherrscht und kamen oftmals gefährlich vor das Stendaler Tor. So fielen die insgesamt vier Treffer folgerichtig, und ich bin mit dem Auftritt unserer Mannschaft zufrieden.“