14.03.2010 - FSA-Pokal, Achtelfinale, Saison 2009/10:

14.11.2009:
FSV Bennstedt - SG Union Sandersdorf 0:3 (0:1) | TV Askania Bernburg - BSV Halle-Ammendorf
1:3 (0:0) | TSV Völpke - VfL 96 Halle 1:2 (0:1) | TuS Schwarz-Weiß Birmark - VfB Germania Halberstadt 0:4 (0:3) |
SV Dessau 05 - 1. FC Lok Stendal 0:3 (0:0) | SV Edderitz - 1. FC Romonta Amsdorf 2:4 (1:1)

07.04.2010:
FC Grün-Weiß Wolfen - 1. FC Magdeburg

   SV Eintracht Elster - Hallescher FC 0:8 (0:5)

Klarer 8:0-Sieg mit zweitem HFC-Anzug
Selim Aydemir erzielte fünf Tore - eines schöner als das andere
Nur rund 40 Stunden nach dem letzten Punktspiel bei TeBe Berlin am vergangenen Freitagabend musste unsere Regionalligamannschaft am heutigen Sonntag vor knapp 500 Zuschauern im Achtelfinale des Landespokals beim SV Eintracht Elster antreten und löste diese Aufgabe souverän. Überragender Mann bei den Hallensern war ohne Zweifel Selim Aydemir, der allein fünf Treffer zum ungefährdeten 8:0-Sieg beisteuerte. Für die Saalestädter trafen außerdem noch Thorsten Görke, Benedikt Seipel und Markus Müller gegen einen tapfer kämpfenden Landesligisten, dessen Torhüter Mathias Müller mit einigen tollen Paraden die zweistellige Niederlage für seine Mannen verhinderte.
Diese Partie musste wegen des lang anhaltenden Winters mehrfach neu angesetzt werden. Nun konnte sie, trotz leichten Regens, auf dem Hauptplatz des schmucken Sportparks Elster stattfinden. Die rührigen Gastgeber hatten das Spiel perfekt organisiert und liebäugelten durchaus mit einer Überraschung. Vor wenigen Wochen verlor Eintracht ein Testspiel gegen TeBe zwar mit 0:3, bot in dieser Begegnung aber eine gute Leistung. So sehr sich die Blau-Schwarzen auch bemühten, die Niederlage gegen den HFC wurde deftiger, als erwartet. Dabei gab Cheftrainer Sven Köhler seiner zweiten Reihe eine Einsatzchance. Die Jungs von der „Bank“ waren hoch motiviert und hatten das Spiel schon nach rund einer Viertelstunde entschieden. Zwar musste Darko Horvat im HFC-Gehäuse bei einigen Kontern der nimmermüden Kicker aus der 7. Liga sein ganzes Können zeigen, um den durchaus verdienten Ehrentreffer zu verhindern. Für eine Pokalüberraschung ließen die Rot-Weißen aber von Beginn an nichts anbrennen.
Im Viertelfinale kommt es nun zum Stadtderby gegen den BSV Halle-Ammendorf. Der genaue Termin steht wegen der bereits terminierten Nachholspiele des HFC in der Regionalliga allerdings gegenwärtig noch nicht fest.
JS | Ro-Heb | Foto: Agentur ROWIS

DIE 1. HALBZEIT:
Schon nach einer Viertelstunde stand es 3:0 | Selim Aydemir mit drei Toren | „Görks“ versenkt einen direkten Freistoß in den Winkel
Fünf Spiele in nur fünfzehn Tagen standen vor dem Anpfiff dieser Landespokal-Achtelfinalbegegnung auf der Agenda unserer Mannschaft. Da hieß es, die Kräfte richtig einzuteilen. Deshalb vertraute HFC-Cheftrainer Sven Köhler seinen unfreiwilligen „Bankdrückern“, nominierte gleich sechs von ihnen für die Anfangsformation und konnte damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Einerseits wurden wichtige Stammkräfte geschont, und andererseits bekamen die Anschlusskader nötige Spielpraxis. Die alte Fußballweisheit, dass Pokalspiele ihre eigenen Gesetze haben, ist zweifellos nicht von der Hand zu weisen. Sie trifft aber nur dann zu, wenn es bei den Spielern der höherklassigen Mannschaft im Kopf nicht stimmt. Davon waren unsere Jungs weit entfernt. Schon nach knapp einer Viertelstunde hatte der „Banksechser“ mit Christian Kamalla, Thorsten Görke, Benedikt Seipel, Selim Aydemir, Markus Müller und Toni Lindenhahn diese Fußballweisheit aus der Welt geschafft. An allen folgenden HFC-Treffern war das „Sextett“ beteiligt. Mit drei blitzsauber herausgespielten Toren wurde die Eintracht-Abwehr ausmanöveriert. Das 1:0 legte „Linde“ blitzsauber für Selim Aydemir auf (5.). Nach einem Eckball von Thorsten Görke verlängerte Adli Lacheb zu Selim, der aus 8 m Entfernung keine Mühe hatte, zum 2:0 einzuschieben (8.). Nach einem Foul an Benedikt Seipel hämmerte „Görks“ einen Freistoß aus 18 m Entfernung unhaltbar in die Maschen (13.). Dann ließen die Hallenser erst einmal etwas Luft heraus und die Gastgeber kamen zu ihrer ersten verheißungsvollen Chance. Doch Darko Horvat ließ sich von Steffen Hiob nicht überraschen (15.). Dann vergab Markus Müller eine gute Möglichkeit (22.), als Eintracht-Keeper Mathias Müller ihm den Ball noch vom Fuß krallte. Der im Mittelfeld klug Regie führende Thorsten Görke schickte wenig später Selim Aydemir auf die Reise, der zum 4:0 einschoss (31.). Kurz darauf passte Markus Müller uneigennützig auf Benedikt Seipel, der nach dem Siegtreffer in der Oberliga beim VfB Auerbach (2007/08) endlich wieder ein Tor in einem Pflichtspiel für den HFC erzielte (35.). Es blieb beim 5:0-Pausenstand, weil ein weiterer Freistoß von „Görks“ am Querbalken landete (43.).

DIE 2. HALBZEIT:
Noch zwei weitere Treffer von Selim Aydemir | Pflichtspieldebüt für A-Junior Dennis Wegner
Zu Beginn der zweiten 45 Minuten kam für Steve Finke mit Marco Hartmann ein weiterer „Ergänzungsspieler“ auf den Rasen. Im Mittelpunkt stand aber sofort wieder Selim Aydemir, der zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff mit seinem vierten Treffer das 6:0 markierte. Der Wind wurde immer stärker, und so manch gut gemeinter Pass wurde förmlich weggeblasen. So verlor sich im HFC-Spiel auch die spielerische Klasse der ersten Hälfte gegen einen immer noch völlig überforderten Landesligisten. Mathias Müller machte die nun weniger werdenden HFC-Chancen häufig zunichte und avancierte zum besten Spieler der Eintracht. Selim Aydemir tobte sich im Mittelfeld so richtig aus und zeigte, wenn auch gegen einen schwachen Gegner, welches Potenzial in ihm steckt. Ballsicher, zweikampfstark und mit so manchem Kabinettstückchen brillierend, machte er den Eintracht-Verteidigern das Leben schwer. Eine Augenweide dann sein fünfter Treffer des Spiels: Den Ball von der Brust abtropfen lassend schlug er ihn volley von jenseits der Strafraumgrenze in die Maschen. Den Pass zu diesem Kunststückchen gab Marco Hartmann. Zwischenzeitlich wurde A-Junior Dennis Wegner eingewechselt, der nun für Toni Lindenhahn auf der linken Seite wirbelte und bei einigen Aktionen das Tor nur knapp verfehlte. HFC-Mittelstürmer Markus Müller absolvierte ein großes Pensum, doch was auch immer er versuchte, ein Tor wollte ihm einfach nicht gelingen. Immer wieder schleppte er die Bälle heran. Nach einer erneuten Verschnaufpause des Regionalligisten, in der die Gastgeber auf den Ehrentreffer hofften, war es dann endlich soweit. Nach einem imponierenden Solo von Selim Aydemir kam Markus Müller in eine aussichtsreiche Schussposition. Eiskalt netzte „Mülli“ ein und erzielte mit seinem Tor den 8:0-Endstand.
Ro-Heb | JS | Fotos: Agentur ROWIS

STATISTIK: SV Eintracht Elster - Hallescher FC 0:8 (0:5)
ELS (blau-schwarz): Mat. Müller, Stephan, Ruzicka, R. Puhlmann (46. Rosenberger), Zaddach - J. Puhlmann, Hoy, Durila, Lehmann (66. Ziege) - Salak, Hiob (56. Schönknecht). Trainer: Falko Rupprecht.
HFC (weiß-rot): Horvat - Schubert (66. Hauk), Lachheb, Kamalla, Benes - Finke (46. Hartmann), Görke - Seipel, Aydemir, Lindenhahn (53. Wegner) - Mar. Müller. Trainer: Sven Köhler.
Tore: 0:1 - Aydemir (5., Vorarbeit Lindenhahn), 0:2 - Aydemir (8., Vorarbeit Lachheb), 0:3 - Görke (14., Vorarbeit Seipel), 0:4 - Aydemir (32., Vorarbeit Görke), 0:5 - Seipel (36., Vorarbeit Mar. Müller), 0:6 - Aydemir (47., Vorarbeit Seipel), 0:7 - Aydemir (53., Vorarbeit Hartmann), 0:8 - Mar. Müller (82., Vorarbeit Aydemir). Ecken: 4:7 (2:2). Chancen: 5:18 (3:7). Freistöße: 13:13 (9:8). Abseits: 0:6 (0:4). Gelbe Karten: Lehmann (26., Foulspiel) - Schubert (12., Foulspiel). Schiedsrichter: Patrick Menz (Könnern). SRA: Robert Päßler, Matthias Nitsche.
Zuschauer: 489 (darunter ca. 200 Gästefans) im Sportpark Elster.
Äußere Bedingungen: 5° und bewölkt, sehr windig, tiefer und schwer bespielbarer Platz.
Anmerkungen: Beim HFC fehlten verletzungsbedingt René Stark, David Sieber, Nico Kanitz und Thomas Neubert. Dennis Wegner kam zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz.
Statistik: JS | Ro-Heb | Foto: Agentur ROWIS