08.07.2009: 2. Testspiel zur Vorbereitung auf die Regionalligasaison 2009/10

   SV Wacker Helbra - Hallescher FC 1:8 (1:4)


8:1-Sieg in Helbra
30 Minuten HFC-Fußball vom Feinsten
Auch im zweiten Testspiel ließen sich unsere Rot-Weißen nicht überraschen und gewannen am heutigen Abend beim Landesklassenvertreter SV Wacker Helbra deutlich mit 8:1 (4:1). Vor immerhin über 800 Zuschauern bot der Regionalligist besonders in der ersten halben Stunde eine imposante Vorstellung. Mit Darko Horvat, Christian Kamalla, Thorsten Görke, Pavel David, Ronny Hebestreit und Markus Müller standen nur sechs Stammspieler aus der vergangenen Saison in der Startformation gegen die Jungs aus dem Landkreis Mansfeld-Südharz. Einen besonderen Bonus bekam Markus Müller. Nach dem tollen gemeinsamen Mannschaftsfoto beider Teams, lief der zuletzt mit einigem „Heimweh“ postulierte Ex-Auer als Mannschaftskapitän des HFC auf (Nico Kanitz saß zunächst auf der Bank). Nicht dabei war Fotan Popova (Testkandidat von Alemannia Aachen), der in Leuna als echter „Zehner“ überzeugte. Doch die Zeichen für eine Verpflichtung des Deutsch-Albaners stehen fast auf „Grün“. Bereits am kommenden Sonntag wird er mit seinen Beratern zum Vertragsabschluss in der Saalestadt erwartet. HFC-Coach Sven Köhler, der von Popova überzeugt ist und sein sportliches „Ja“ für den Aachener ausdrücklich betont, gab den Youngstern Marcel Trojandt (im defensiven Mittelfeld) und Toni Lindenhahn (im linken offensiven Mittelfeld) von Beginn an eine Einsatzchance, die beide in unterschiedlicher Art und Weise zu nutzen wussten. Während Marcel mit hohem Laufpensum und starkem Zweikampfverhalten auf sich aufmerksam machte, war Toni auf der linken Außenbahn kaum zu halten und traf schließlich auch in der 9. Minute von der Strafraumgrenze mit einem platzierten Vollspannstoß zur 1:0-Führung für den Viertligisten. Die Gäste spielten mit den Wackeranern „Hase und Igel“ und spielten sich mit fast durchweg nur zwei Ballberührungen (einige Dribblings waren schon erlaubt) wie in einen Trainingsrausch. Auch der zweite Treffer des HFC war eine Augenweite. Testspieler Patrick Mouaya (auch er steht vor einer Verpflichtung) erzielte per Kopf, aus halbrechter Position, das 2:0. Aus ca. 12 m senkte sich das Leder unhaltbar für Wacker-Keeper Hortig in den Winkel.
Ro-Heb | JS | Foto: Agentur ROWIS


Etwa fünf Minuten später lochte Pavel David aus Nahdistanz ein, und schließlich erhöhte Ronny Hebestreit auf 4:0. Es folgte eine spektakuläre Aktion von Sascha Adler, der mit drei Übersteigern die ganze Helbraer-Abwehr düpierte, aber das Tor knapp verfehlte. Die Helbraer gaben nicht auf und „betraten“ dann in der 35. Minute erstmals den HFC-Strafraum, doch ohne jegliche Gefahr. Die hatte dann aber Darko Horvat drei Minuten später zu bereinigen, als er den durchgebrochenen Marcel Ehm (bester Wacker-Torschütze in der vergangenen Landesklassen-Saison) nur mit einem Foulspiel im Sechzehnmeterraum stoppen konnte. Thomas Jepp ließ dann dem „Elfmetertöter“ der vergangenen Regionalligasaison keine Chance und erzielte den kaum erwarteten 1:4-Anschlusstreffer. Mit Beginn der zweiten Halbzeit gab es nicht nur einen Wetterwechsel (es regnete im Strömen) sondern auch auf dem Feld standen viele neue Akteure. Beide Mannschaften wechselten komplett durch (Helbra nicht alle Spieler), die Gastgeber sogar die Spielkleidung. Die „zweite“ Reihe des HFC kam nur schwer in die Partie. Der Ball lief nicht mehr so dominant, wie noch in der ersten Hälfte, durch die eigenen Reihen. Wacker stellte jetzt geschickt die Räume zu und versuchte ein kraftaufwendiges Pressing, was den Regionalligisten nicht mehr ins Spiel kommen ließ. Rund eine Viertelstunde nach dem Wiederanpfiff war aber dann der Bann gebrochen. Eine wohl temperierte Flanke von Nico Kanitz nickte René Stark zum 5:1 in den Winkel. Zwischenzeitlich hatte sich Adli Lachheb vehement um sein erstes Tor für den HFC bemüht, aber es fehlte dem laufstarken Tunesier hier einfach das Feintuning. Angelo Hauk machte es besser und erzielte mit einer schönen Einzelleistung das 6:1. Es dauerte bis zur Schlussviertelstunde, ehe die Gastgeber wieder einmal in die Nähe des HFC-Strafraumes kamen. Doch der einzige Eckball für Helbra im Spiel (75.) blieb ohne jegliche Wirkung und flog direkt ins Toraus. Wie schon in Leuna waren die letzten beiden HFC-Tore in dieser Partie Thomas Neubert vorbehalten, der zuvor glücklos zwei, drei gute Möglichkeiten vergab. Während sein Treffer zum 7:1 eine „Oma“ war (er musste bei einer Schubert-Eingabe, auf der Torlinie stehend, nur noch den Fuß hinhalten), war sein Tor zum 8:1-Endstand (von jenseits der Strafraumgrenze abgezogen) eine wirkliche Augenweide.
Ro-Heb | Foto: Agentur ROWIS


STATISTIK: SV Wacker Helbra – Hallescher FC 1:8 (1:4)
SVW (1. HZ: gold-schwarz, 2. HZ: grün-weiß): Hortig - Otto (46. Lampe), Gängel (46. Schepputt), D. Schlosser (46. Kaczor), Ehm (46. Guba), Boese (64. Babitz), J. Wischalla (46. S. Schlosser), U. Wischalla (46. Schmidt), Jepp, Heinrich (46. Junker), Babitz (46. R. Müller). Trainer: Steffen Heyer.
HFC (weiß-rot): Horvat (46. Rittenauer) - Adler (46. Benes), Mouaya (46. Lachheb), Kamalla (46. Horn), Sieber (46. Dräger) - Görke (46. Schubert), Trojandt (46. Finke) - Hebestreit (46. Stark), Lindenhahn (46. Kanitz) - David (46. Hauk), M. Müller (46. Neubert). Trainer: Sven Köhler.
Tore: 0:1 - Lindenhahn (9., Vorarbeit Hebestreit), 0:2 - Mouaya (16., Vorarbeit Görke), 0:3 - David (21., Vorarbeit Görke), 0:4 - Hebestreit (26., Vorarbeit Sieber), 1:4 - Jepp (40., FE, nach Foul von Horvat an Ehm), 1:5 - Stark (59., Vorarbeit Kanitz), 1:6 - Hauk (71., Vorarbeit Stark), 1:7 - Neubert (83., Vorarbeit Schubert), 1:8 - Neubert (87., Vorarbeit Stark). Ecken: 1:7 (0:4). Gelbe Karten: keine. Schiedsrichter: Christian Wesemann (Quenstedt). SRA: Frank Kagelmacher, Jürgen Müller.
Zuschauer: 815 (darunter ca. 500 HFCer) im Stadion am Pfarrholz in Helbra.
Äußere Bedingungen: 16 Grad und bewölkt, teilweise Regen, gut bespielbarer Platz.
Anmerkungen: Beim HFC wirkten die Testkandidaten Sascha Adler (Hertha BSC II) und Patrick Mouaya (FC Oberneuland) mit. Zum Einsatz kamen auch Marcel Trojandt, Felix Horn und Sebastian Dräger (alle eigener Nachwuchs).
Statistik: JS | Ro-Heb | Foto: Agentur ROWIS