12.10.2008 - FSA-Pokal, Achtelfinale, Saison 2008/09:
SV Dessau 05 - FC Grün-Weiß Wolfen 0:1 (0:0)
SG Union Sandersdorf - TSV Völpke 1:2 n. V. (0:0)
Oscherslebener SC - VfB Germania Halberstadt 0:1 (0:1)
SV Braunsbedra - TuS Schwarz-Weiß Bismark 2:0 (1:0)
SV Blau-Weiß Gerwisch - Magdeburger SV Preussen 2:4 (1:2)
VfB Germania Halberstadt II - 1. FC Magdeburg verlegt
Hallescher FC II - Haldensleber SC 20.12.2008
SV 09 Staßfurt - Hallescher FC 0:4 (0:2)
HFC zieht ungefährdet ins Viertelfinale ein
Am Ende standesgemäßes 4:0 für den Regionalligisten
Am heutigen Sonntag stand für unsere Regionalligamannschaft seit langer Zeit einmal wieder ein „Auswärtsspiel“ im KWS auf dem Programm. Im Achtelfinale des Landespokals traf der Titelverteidiger auf den SV 09 Staßfurt. Alles andere, als ein klarer Erfolg gegen den Verbandsligisten und damit der Einzug in die nächste Runde, wäre eine herbe Enttäuschung für die treuen halleschen Fans gewesen. Eine reichliche halbe Stunde hielten die tapfer verteidigenden Bodestädter vor 813 Zuschauern, abgesehen von zwei Abseitstreffern durch Nico Kanitz (8.) und Kevin Kittler (28.), das 0:0. Der HFC war während der ersten 45 Minuten drückend überlegen, was sich auch im Eckenverhältnis von 10:0 ausdrückte. Den verdienten 2:0-Halbzeitstand schossen dann Christian Beck (34.) und Nico Kanitz (43.) heraus.
Auch in der zweiten Hälfte bestimmten die Rot-Weißen die Szenerie und erhöhten durch Thorsten Görke mit einem schönen 22 m-Kracher (73.) in den Winkel sowie den eingewechselten Steve Finke (83.) zum am Ende auch in dieser Höhe völlig berechtigten 4:0-Endstand. Die schönste Szene der Begegnung führte leider nicht zu einem Treffer, denn der spektakuläre Fallrückzieher Adli Lachhebs landete am Querbalken des Staßfurter Gehäuses (86.). Sein Debüt in der 1. Männermannschaft des HFC feierte Ex-DFB-Nachwuchsauswahlspieler Christoph Schulz (im Foto Bildmitte). Und er sicherte sich sogar einen Scorerpunkt, denn er war der glänzende Vorbereiter des 4:0. Beide Trainer waren am Ende mit den Leistungen ihrer Mannschaften durchaus zufrieden. S09-Coach René Schulze meinte: „Die Sensation ist ausgeblieben, weil der HFC bis auf wenige Phasen absolut überlegen war. Aber ein Zwei-Klassen-Unterschied war nicht festzustellen. Vielleicht auch deshalb, weil wir uns nicht hinten rein stellen wollten und auch das Spiel nach vorn gesucht haben.“ Sven Köhler sah das erwartete, nicht leichte Spiel: „Wir hatten zunächst Probleme, in das Spiel hinein zu kommen. Das gelang uns dann mit einer hohen Laufbereitschaft und dem 1:0. Das Tor von Christian Beck war für uns erlösend. Die Staßfurter haben sich bemüht, einen ordentlichen Fußball zu spielen.“
Unsere Regionalligamannschaft wird nun im Landespokal überwintern und trifft, ein Sieg der HFC-U23 gegen den Haldensleber SC (Termin: 20.12.2008) vorausgesetzt, dann im Viertelfinale auf das eigene Reserveteam.
Ro-Heb | JS | Foto: Agentur ROWIS
DIE 1. HALBZEIT:
S09 mit erster Chance | Nach zwei Abseitstoren schoss „Becki“ das erlösende 1:0 | Der „Dicke“ legte nach | HFC-Fanblock unterstützt von Beginn an die Rot-Weißen
„Das Spiel begann mit einer gefährlichen Szene in unserem Strafraum“, war der Einstiegssatz von HFC-Coach Sven Köhler in der Pressekonferenz nach dem Spiel. Diese Situation passte durchaus in die Taktik von S09-Trainer René Schulze: „Wir wussten, wenn wir hier beim HFC nicht selbst das Spiel nach vorn suchen, haben wir keine Chance, einem Debakel zu entgehen“. Die in zwei Positionen umgestellte HFC-Abwehr, Jens Werner spielte für den zum DFB-Länderpokal-Wettbewerb in Duisburg abgestellten Philip Schubert, Alex Gröger erhielt nach seiner langen Verletzungspause eine Einsatzchance für Christian Kamalla, war noch nicht richtig sortiert. Christian Wegner (2.) nutzte den Stellungsfehler von Jens Werner und passte auf seinen Mannschaftskapitän Matthias Härtl, der aber aus etwa 8 m Entfernung nicht traf. Eine brenzlige Situation – aber das war es dann auch schon für die sehr engagiert beginnenden Gäste. Fortan beherrschte der Regionalligist die Szenerie und war klar spielbestimmend. „Wir spielten in dieser Phase zu wenig über die Flügel“, kommentierte Sven Köhler die ersten 45 Minuten. Auch wenn Nico Kanitz (8.) und Kevin Kittler (27.) ins Staßfurter Tor trafen, es waren in beiden Fällen klare Abseitspositionen (dennoch schön herausgespielt). Nach 34 Minuten war der aufopferungsvoll kämpfende Verbandsligavertreter dann doch in Rückstand geraten. René Stark, mit einer guten Partie in der zentralen Mittelfeldposition, passte auf Christian Beck, der, am langen Pfosten stehend, den Ball ins kurze Eck bugsierte und zum völlig verdienten 1:0 traf. Dann trat der HFC-Kapitän auf den Plan und unterstrich seine Torgefährlichkeit. Zunächst verpasste er aber eine Eingabe von Thomas Neubert (42.). Nur sechzig Sekunden später machte es der HFC-Linksaußen jedoch besser und schob das Leder zum 2:0 in die Maschen. So sehr sich S09-Keeper Tobias Witte auch streckte, der Flachschuss in die lange Ecke war unhaltbar. Nicht zu vergessen: Der HFC-Fanblock war von der ersten Minute an wieder da (nicht nur mit den heute erlaubten Doppelhaltern, sondern auch mit bemerkenswertem Support für unsere Mannschaft). So ging es dann, übrigens bei bestem Fußballwetter, in die Halbzeitpause.
DIE 2. HALBZEIT:
Wieder hat der S09 die erste Chance | In der Schlussphase dominiert der Favorit die Partie eindeutig | Ein „Traumtor“ von „Görks“ und ein „Kopftor“ von Steve Finke sorgen für das klare 4:0 | Adli mit tollem Fallrückzieher an die Querlatte!
Die Gäste hielten sich auch mit Beginn der zweiten Hälfte an die klugen Vorgaben ihres Trainers. So kamen sie auch in der 53. Minute zu einer weiteren guten Torchance, als Christian Guntsch mit einem Fernschuss Darko Horvat überwinden wollte. Doch der Ball landete nur auf dem rot-weißen Tornetz. Der Regionalligist marschierte nun unaufhörlich nach vorn und erspielte sich wieder eine klare Feldüberlegenheit. Aber gute Möglichkeiten zum spielentscheidenden 3:0 wurden durch Nico Kanitz (63.) und René Stark (71.) leider vergeben. Thorsten Görke, bester Spieler der Partie, holte dann seinen berühmten „Hammer“ heraus (73.) und schlenzte den Ball aus ca. 22 m in den linken Winkel. Christian Beck hatte für „Görks“ klug aufgelegt, so wie es beide im Training sicherlich oftmals übten. Nur Sekunden später besaß der auf die Rechtsaußenposition verbannte Thomas Neubert eine gute Möglichkeit, auf 4:0 zu erhöhen. Doch der Ex-Dynamo handelte zu uneigennützig und legte, selbst in guter Schussposition, auf „Becki“ ab, der aber an S09-Keeper Witt scheiterte. HFC-Coach Sven Köhler nahm diesbezüglich seinen eigentlichen Stürmer in Schutz: „Ich habe heute Thomas für die rechte Seite ´geopfert´, weil da Handlungsbedarf bestand. Er ist zwar nicht der Goalgetter, tut aber viel für die Mannschaft. Er wird seine Tore schon wieder machen“. Dies tat dann wieder einmal ein defensiver Mittelfeldspieler für den Club. Steve Finke (83.), ebenso wie der Vorlagengeber Christoph Schulz kurz zuvor eingewechselt, schob den Ball jenseits der Strafraumgrenze mit der Innenseite, eigentlich wie von einem Stürmer erwartet, flach ins rechte Toreck. Da war bei dem Ex-Grimmaer der Kopf klar und das Spiel nun endgültig entschieden. Doch einen Höhepunkt sollten die knapp über 800 Zuschauer noch erleben. Der Tunesier Adli Lachheb, in den letzten Spielen immer überzeugend und schon längst der neue „HFC-Fußballgott“, setzte zu einem Fallrückzieher (86.) an, der leider nur am Querbalken landete. Gäbe es in der ARD eine Rubrik „Chance des Monats“, wäre der „HFC-Lucio“ ein ganz heißer dafür Kandidat gewesen. Mit dem, am Ende völlig verdienten, 4:0-Sieg überwindert nun unsere Regionalligamannschaft im Landespokal. Nach dem Spiel meinte „Görks“: „Wir wollten mit der heutigen Partie im Rhythmus bleiben und natürlich einen Schritt in Richtung Pokalverteidigung machen. Das ist uns gut gelungen!“
Einige Fotoimpressionen zum Spiel unter: www.agentur-rowis.de/Fotografie.
Ro-Heb | Fotos: Agentur ROWIS
STATISTIK: SV 09 Staßfurt - Hallescher FC 0:4 (0:2)
S09 (blau-blau): Witte - Liensdorf, Adam, Mähnert, Hentschel (65. Strohbach) - Tonn (76. Gurn), Wegener, Friedrichs, Burger (83. Lissek) - Härtl, Guntsch. Trainer: René Schulze.
HFC (rot/weiß-rot): Horvat - Werner, Lachheb, Gröger, Benes - Neubert, Görke (76. Große), Kittler (55. Finke), Kanitz - Re. Stark - Beck (78. Schulz). Trainer: Sven Köhler.
Tore: 0:1 - Beck (34., Vorarbeit Re. Stark), 0:2 - Kanitz (43., Vorarbeit Neubert), 0:3 - Görke (73., Vorarbeit Beck), 0:4 - Finke (83., Vorarbeit Schulz). Ecken: 0:13 (0:10). Gelbe Karten: Guntsch (4., Foulspiel), Adam (65., Foulspiel) - Kittler (40., Foulspiel), Görke (75., Foulspiel), Neubert (81., Foulspiel). Schiedsrichter: Marco Bünger (Magdeburg). SRA: Felix-Benjamin Schwermer, Marco Uhlmann.
Zuschauer: 813 (darunter ca. 25 Gästefans) im Kurt-Wabbel-Stadion.
Äußere Bedingungen: ca. 18 Grad und heiter, gut bespielbarer Platz.
Anmerkungen: Beim HFC fehlten neben den langzeitverletzten Milan Janecek und David Bergner auch die angeschlagenen Pavel David, Ronny Hebestreit, Maik Kunze und Robert Stark. Ebenfalls nicht zum Aufgebot gehörten Philip Schubert und Marco Hartmann wegen ihrer Nominierung für die Landesauswahl Sachsen-Anhalts beim U21-Länderpokal des DFB. Sein Saisondebüt in der 1. Mannschaft bestritt Tobias Große, zu seinem ersten Einsatz überhaupt kam Christoph Schulz.
Statistik: JS | Ro-Heb | Foto: Agentur ROWIS
MDR-Fernsehbericht zum Spiel aus „Sport im Osten“ (4:59).
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