Profimannschaft
14.04.2018

HFC ZU SPÄT AUF DEM GASPEDAL

Die Erfolgsserie des Halleschen FC mit sechs ungeschlagenen Meisterschaftsspielen ist gerissen. Gegen die Würzburger Kickers hatten die Gastgeber mit 1:3 insgesamt das Nachsehen, weil das Team in Rot-Weiß erst nach dem 0:2-Rückstand das Gaspedal durchdrückte.

Um Zugriff in der Mittelfeldzentrale zu bekommen hatte sich Trainer Rico Schmitt entschieden, mit Stefan Kleineheismann, Tobias Schilk und Tobias Müller eine Dreierkette in die Abwehr zu stellen und mit Klaus Gjasula, Nick Fennell und Erik Zenga ein robustes Mittelfeld zu installieren. Die Außen wurden wie gewohnt von Marvin Ajani und Fabian Baumgärtel besetzt, Mathias Fetsch und Braydon Manu bildeten das Sturm-Duo.

Würzburg kam mit breiter Brust und beeindruckender Serie an die Saale, war ballsicher und arm an Fehlern. Für den HFC traf dies nur bedingt zu, immer wieder kamen flache Pässe in die Spitze nicht an und die Hausherren machten sich das Leben selbst schwer. Es dauerte lange, bis sich überhaupt so etwas wie Torgefahr entwickelte. Würzburg wirkte griffiger, gedanklich schneller und ging somit nicht unverdient in Führung. Allerdings sah der Treffer kurios und eher zufällig aus, als Nikolaou nach zu kurz abgewehrtem Freistoß den Ball nicht richtig traf und sich der Aufsetzer ins Netz des HFC  verirrte (33.). Die Saalestädter wurden erstmals nach 39 Minuten wirklich gefährlich, als ein Würzburger Verteidiger den Ball per Kopf Richtung eigenes Tor beförderte. Ein Schuss von Erik Zenga aus 20 Metern (44.) beendete die eher blutarme erste Halbzeit des Halleschen FC.

Zur Pause stellte der HFC auf Viererkette um, Toni Lindenhahn kam ins Spiel und rückte auf den linken Flügel. Es dauerte eine ganze Weile, bis die Gastgeber so etwas wie Druck aufbauen konnten. Allerdings gab es zahlreiche Standards für die Rot-Weißen. Nachdem den Kickers nach Freistoß des HFC per Kopf beinahe ein Eigentor unterlaufen wäre führte die darauffolgende Ecke zum Tor – für Würzburg. Denn Tobias Schilk traf den Ball an der Mittellinie als letzter Mann nicht richtig, so dass zwei Würzburger auf das HFC-Tor zuliefen. Beinahe hätte der zurückeilende Abwehrspieler seinen Fehler noch ausgebügelt, doch schließlich traf der Ex-Hallenser Dennis Mast zum 0:2 (63.). Dieser Gegentreffer rüttelte die Mannen um Kapitän Klaus Gjasula erst richtig wach. Einen Freistoß von Toni Lindenhahn kratzte der FWK-Torwart mit Glanzparade aus der Ecke (65.), dann segelte der nächste  Standard des dienstältesten HFC-Profis in den Strafraum – und landete im Tor (66.). Nicht etwa Erik Zenga oder Klaus Gjasula waren die Torschützen, sondern Ahlschwede bugsierte das Leder in die eigenen Maschen zum 1:2. In der Folge drängte der HFC auf den Ausgleich, der Wille die Partie zu drehen war deutlich zu sehen. In der 82. Minuten verfehlte zunächst Tobias Müller nach Lindenhahn-Ecke den Kopfball, dann flankte Fabian Baumgärtel von links und Klaus Gjasula traf den Ball freistehend mit der Stirn nicht richtig. Weil die Hausherren alles nach vorn warfen, hatte Würzburg fast zwangsläufig Konterchancen. In der 87. Minute segelte der Ball noch über das HFC-Tor, eine Minute später machten die Gäste mit dem Treffer zum 1:3 jedoch alles klar. Zuvor war ein Foul an Nick Fennell nicht geahndet worden, so dass die Kickers freie Bahn hatten und den Konter ausspielen konnten. Insgesamt geht der Sieg für Würzburg in Ordnung.

HFC: Schnitzler – Schilk (67. Landgraf), Kleineheismann (46. Lindenhahn), Tobias Müller, Ajani, Gjasula, Zenga, Fennell, Baumgärtel, Manu (79. Stenzel), Fetsch

Würzburg: Drewes – Ahlschwede, Syhre, Nikolaou, Wagner, Ademi (90. Hansen), Baumann, Mast, Kaufmann (72. Göbel), Schuppan, Neumann

Schiedsrichter: Franz Bokop

Gelb: Baumgärtel, Fennell – Wagner, Kaufmann

Zuschauer: 4455

Von: LT

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7. FC Würzburger Kickers 0 0:0 0
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