Profimannschaft
29.12.2017

DREI, ZWEI, EINS – KLASSE

Die 3. Liga wirbt bekanntlich mit dem Motto „Wer Dritter ist, will Erster werden.“ Diesen Slogan hat sich ein Jungprofi des Halleschen FC offenbar zum Leitspruch erwählt. Denn Tom Müller startete als Nummer 3 des HFC ins Jahr 2017 und beendet es als Nummer 1.

Diese Entwicklung war im Januar noch nicht abzusehen. Nicht mal annähernd. Mit Fabian Bredlow stand der wohl beste Torwart der 3. Liga zwischen den Pfosten des rot-weißen Tores, war zudem notenbester Spieler der Hinrunde. Dahinter reihte sich Michael Netolitzky ein als Statthalter des inzwischen für Nürnberg eine Etage höher fäustelnden Ausnahmekeepers. Er brach sich im spanischen Trainingslager jedoch die Hand. Doch nicht etwa die damalige Nummer 3 Tom Müller war fortan Ersatz auf der Bank, sondern der eilends verpflichtete Oliver Schnitzler als perspektivischer Bredlow-Nachfolger bei dessen absehbaren Weggangs im Sommer 2017.

Seitdem hat sich einiges getan. Zum Glück für Tom Müller, zum Unmut seiner torhütenden Konkurrenz im eigenen Verein. Michael Netolitzky hatte lange mit den Folgen seiner Handverletzung zu tun, Oliver Schnitzler fing sich zu Saisonbeginn 2017/18 zunächst ein Schädeltrauma ein und dann eine Rote Karte gegen Chemnitz. Die Chance für Tom Müller kam eher unverhofft, doch er nutzte sie resolut. Bei seiner Feuertaufe an der Bremer Brücke in Osnabrück strahlte er mit seinen 19 Jahren kaum für möglich gehaltene Ruhe aus, hielt auch in den folgenden Partien fehlerlos und wurde in Erfurt bei seinem Ausgleichstreffer per Kopf in der Nachspielzeit sogar zum strahlenden Helden für einen Tag. Mit seinen Leistungen bot er keinen Anlass, einen erneuten Wechsel im Gebälk vorzunehmen und untermauerte erst am letzten Spieltag 2017 mit starker Vorstellung beim 0:0 in Paderborn seinen Status. Bei DFB.de wurde der nunmehr 20-Jährige in die Elf des Spieltages berufen, die HFC-Fans wählten den Torwächter aus dem eigenen Nachwuchs in einer Twitter-Umfrage zum Mann der Hinrunde.

Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende entgegen. Tom Müller muss sich wie alle anderen Kollegen im Kader des Halleschen FC im Hinblick die kommenden Aufgaben neu beweisen und seinen Platz verteidigen. Das ist sein Ziel für 2018. Wer will es ihm verdenken. Denn wer Erster ist, will nicht mehr Dritter sein.

Von: LT

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