Profimannschaft
06.08.2017

3:3 IM AUSWÄRTSKRIMI

Der Hallesche FC lebt. Das ist die wohl wichtigste Erkenntnis nach dem nervenaufreibenden 3:3 beim VfL Osnabrück. Das Team in Rot-Weiß drehte einen zweimaligen Rückstand an der Bremer Brücke mit großem Kampf in eine Führung, die jedoch nur zwei Minuten Bestand hatte.

HFC-Trainer Rico Schmitt beorderte erwartungsgemäß Tom Müller anstelle des verletzten Oliver Schnitzler ins Tor, vertraute Toni Lindenhahn auf der rechten Abwehrseite und ließ Hendrik Starostzik und Max Barnofsky innen verteidigen. Im Mittelfeld bildeten Nick Fennell, Benjamin Pintol und Mathias Fetsch ein zentrales Dreieck.

Doch bevor die Gäste aus der Saalestadt offensiv in Erscheinung treten konnten, stand es bereits 1:0 für den VfL Osnabrück. Zunächst parierte Tom Müller aufmerksam einen abgefälschten Kopfball, die darauffolgende Ecke wurde zu Torschütze Savran verlängert (6.). In der agierten beide bisher sieglose Teams sichtlich nervös, waren eher um Fehlervermeidung bemüht als um gepflegte Ballstaffetten. Als sich der HFC dann aber mal auf seine fußballerischen Möglichkeiten besann, klingelte es prompt im VfL-Tor. Fabian Baumgärtel kam links im Strafraum an den Ball, seine Eingabe wurde von Benjamin Pintol im zweiten Versuch mit links zum 1:1 ins Netz befördert (15.). Wenig später klatschte der Ball nach Freistoß an den Pfosten des rot-weißen Gehäuses (18.), das Hoch und Runter ging munter weiter in einem vor allem hektischen, umkämpften, verbissen geführten Spiel mit viel Tempo. Der HFC hatte durchaus Möglichkeiten wie die von Martin Röser am kurzen Pfosten (36.), der nächste Treffer gelang allerdings wieder Osnabrück. Kurz vor der Pause kam der eingewechselte und gerade erst verpflichtete Rückkehrer Alvarez nach zu kurzer Abwehr an der Strafraumgrenze an den Ball, fackelte nicht lange und traf aus dem Stand zum 2:1-Halbzeitstand (42.). Eine glückliche, aber auch nicht unverdiente Führung für den VfL in einem mitunter zerfahrenen Spiel mit vielen Fouls und einer Flut von Verwarnungen.

Nach dem Seitenwechsel legten die Saalestädter mehr Wert auf fußballerische Elemente und hatte nun deutliche Vorteile. Vor allem über die rechte Seite mit dem fleißigen Toni Lindenhahn und dem vor der Pause kaum einbezogenen Marvin Ajani wurde der HFC nun immer wieder gefährlich. Erst wurde eine Ajani-Eingabe abgefangen, sein Nachschuss landete am Außennetz (47.). Dann brannte es erneut nach flacher Hereingabe von Marvin Ajani lichterloh im VfL-Strafraum (64.), Fabian Baumgärtel traf beim Torschuss nach guter Ballstaffette den Ball nicht richtig (68.) und schließlich wurde Martin Röser im Sechzehner von den Beinen geholt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Benjamin Pintol sicher zum inzwischen absolut verdienten 2:2 (70.). Und der Hallesche FC wollte mehr. Hilal El-Helwe schleppte den Ball und schickte Marvin Ajani auf die Reise (72.), dieses Zusammenspiel führte schließlich auch zur Führung für den HFC. Am kurzen Pfosten drückte der libanesische Nationalspieler eine flache Eingabe von Ajani zum 2:3 über die Linie (78.). Die Rot-Weißen hatten die Partie nach zweimaligem Rückstand gedreht, spielten mittlerweile richtig guten Fußball über wenige Stationen und warfen sich in jeden Ball. Das nützte beim erneuten Ausgleich aber nichts, als Tigges nach einem Eckball den Linksschuss nicht richtig traf und sich der Ball unhaltbar zum 3:3 ins lange Eck senkte (81.). In den Schlussminuten blieben beide Mannschaften am Drücker, wollten jeweils den ersten Saisonsieg. Der HFC musste in der Nachspielzeit in Unterzahl agieren, weil Max Barnofsky wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot sah (90.). Letztlich blieb es aber beim gerechten 3:3 in einem heiß umkämpften, verrückten, sehr intensiven Spiel.

VfL: Gersbeck – Sangare, Appiah, Engel, Zorba, Groß, Schulz (38. Alvarez), Arslan, Danneberg, Reimerink (80. Tigges), Savran

HFC: Tom Müller – Lindenhahn, Starostzik, Barnofsky, Baumgärtel, Ajani (87. Tobias Müller), Fetsch (64. El-Helwe), Fennell, Pintol (84. Schilk), Röser, Sliskovic

Schiedsrichter: Dr. Martin Thomsen

Gelb: Groß, Reimerink, Savran – Starostzik, Fennell, Pintol, Röser

Gelb-Rot: Barnofsky

Zuschauer: 6765

Von: LT / JS

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