Profimannschaft
13.05.2017

NICHTS ZU HOLEN

Der Hallesche FC hat das letzte Heimspiel der Saison 2016/17 gegen den SV Wehen Wiesbaden mit 0:3 verloren. Die ebenso frühe wie schmeichelhafte Führung kam den Gästen zugute, fortan überließ  Wehen dem HFC die Initiative und lauerte auf Konter.

Vor dem Anpfiff dieses 37. Spieltages wurden sieben Spieler beim Halleschen FC verabschiedet, sechs davon standen im Aufgebot für das letzte Heimspiel der Saison. Lediglich Sascha Pfeffer fehlte verletzungsbedingt und reihte sich damit ein in die Ausfallliste: Klaus Gjasula, Toni Lindenhahn, Fabian Franke und Tobias Schilk standen ebenso nicht zur Verfügung. Der HFC begann bei bestem Fußballwetter im ERDGAS Sportpark forsch. Benjamin Pintol drehte sich schon nach einer Minute geschickt um den Gegner und hatte freie Bahn, doch der SVWW-Torwart war draußen. Wiesbaden hatte zunächst kaum stattgefunden, bekam dann aber das 0:1 geschenkt. Nach unnötigem Ballverlust und Eingabe von links begrub Fabian Bredlow den Ball unter sich, der Schiedsrichter ahndete jedoch einen Schubser gegen Andrich und zeigte auf den Punkt. Lorenz traf zum überraschenden 0:1 (6.). Die Antwort des HFC folgte prompt, doch der herrlich getretene Freistoß von Fabian Baumgärtel klatschte nur an den Pfosten (9.). Der 19. Aluminiumtreffer im Saisonverlauf. In der Folgezeit bemühten sich die Rot-Weißen um Spielkultur und Ballstaffetten auf der Suche nach einer Lücke im dichten Abwehrverbund der Wiesbadener. Wehen schaltete nach Ballgewinn immer wieder schnell um und ließ mehrere gute Kontermöglichkeiten durch ungenaue Zuspiele verstreichen, ehe ein krasser Stellungsfehler in der HFC-Abwehr kurz hinter der Mittellinie dem SVWW-Stürmer freie Bahn verschaffte und Schhäffler zum 0:2 einnetzte (42.). Der HFC war stets bemüht, zwingende Torchancen blieben allerdings Mangelware. Die beste Gelegenheit hatte nach dem Pfostenfreistoß der aufgerückte Florian Brügmann auf dem linken Fuß nach schöner Spielverlagerung und Kopfballablage von Marvin Ajani.

Nach der Pause stellte der Gastgeber um und versuchte nach vorn zu spielen, Ungenauigkeiten beim Zuspiel und sichtbare Verschleißerscheinungen im physischen Bereich ließen aber keine echte Druckphase zu. Und wenn sich die Mannschaft mal vor das Wehener Tor gearbeitet hatte, dann blieben die Chancen ungenutzt. Florian Brügmann hatte den Anschlusstreffer aus Nahdistanz auf dem linken Fuß (52.) und eine halbe Stunde später tauchte auch Hilal El-Helwe völlig frei vor dem Gästetor auf (82.). Weil diese Gelegenheiten aber ungenutzt blieben und Wiesbaden mit dem Treffer zum 0:3 durch Schäffler den „Deckel“ drauf machte (86.), kassierte der Hallesche FC eine deutliche Niederlage vor heimischer Kulisse von 6035 Zuschauern.

HFC: Bredlow – Brügmann, Kleineheismann (46. Aydemir), Barnofsky, Baumgärtel, Ajani, Fennell, Diring, Müller (62.El-Helwe), Röser (73.Wallenborn), Pintol

SVWW: Kolke – Mockenhaupt, Funk, Wein, Mintzel, Müller, Andrich, Pezzoni (38. Kovac), Schwadorf, Schäffler, Lorenz

Gelb: Brügmann, Barnofsky, Baumgärtel, Ajani – Pezzoni

Schiedsrichter: Pascal Müller, Manuel Bergmann, Tobias Doering

Zuschauer: 6035

Trainerstimmen:

 

Rüdiger Rehm: "Ich glaube, dass es nicht ganz so einfach ist, sich auf so ein Spiel vorzubereiten, der Mannschaft etwas mit auf den Weg zu geben und künstlich Druck aufzubauen. Das ist einfach nicht machbar. Man muss versuchen, den Jungs den Spaß zu vermitteln den man braucht in so einem Spiel zwischen zwei Teams, wo es weder um den Auf- noch um den Abstieg geht. Für uns war klar, dass die Mannschaft das Spiel gewinnt, die in der Defensive etwas besser steht. In so einem Spiel will sich jeder Spieler dann in der Offensive zeigen. Die Anfangsphase war sehr ausgeglichen. Halle hatte gefährliche Freistöße. Dann haben wir sehr gut gepresst und den Fehler des Gegners ausgenutzt. Dann gab es einen Pfostenschuss und weitere enge Situationen. Unsere Konterchancen haben wir nicht konsequent genutzt. Es war klar, wenn wir konzentriert weiter arbeiten, wird nicht mehr viel passieren. Dann gab es 2-3 brenzlige Szenen, da kann so ein Spiel nochmal kippen. Kompliment an meine Mannschaft, denn wir haben wieder zu Null gespielt."

Rico Schmitt: "Der Sieg geht ganz klar in Ordnung für Wiesbaden. In den ersten Minuten hat man gesehen, dass sich die Mannschaft mit einem Sieg verabschieden wollte. Was wir vorhatten, hat man dort gesehen. Das 0:1 hat uns erst einmal Mut gekostet, das haben wir praktisch selbst erzielt. Der Gegner hat gepresst und das Tor auch erzwungen. Dann hatten wir sofort die Ausgleichschance mit dem Freistoß von Baumi, der an den Pfosten geht. Das ist aber Ausdruck unserer Saison, die wir gerade in der Rückrunde gespielt haben. Der Ball will einfach nicht über die Linie. Dann bekommt das Spiel auch wieder eine andere Dynamik, einen anderen Lauf. Das zweite Tor ist auch selbst organisiert. Da geht der Stürmer von Wiesbaden allein aufs Tor. Die Jungs haben trotzdem weiter alles versucht. Wir alle wissen wie Fußball ist. Wir hatten dann die Großchance zum 1:2 durch Brügmann und später El-Helwe. Schlussendlich war dann aber Wiesbaden einfach griffiger und aggressiver. "

 

Von: LT / JS

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