1. Männer
14.03.2017

AN TAGEN WIE DIESEN

Die "Toten Hosen" hätten am Dienstag live im ERDGAS Sportpark auftreten und ihren Gassenhauer "An Tagen wie diesen" zum Besten geben können. Nur dass sich beim HFC niemand Unendlichkeit wünschte. Eher das Gegenteil.

Es lief im Heimspiel gegen den VfR Aalen wirklich alles schief, was schief laufen kann. Zweimal verhinderten Latte und Pfosten einen eigenen Treffer, ein klarer Elfmeter beim Stand von 0:1 wurde dem HFC verwehrt, vor dem ersten Gegentor sprang der Ball unglücklich auf und vor dem 0:2 wurde das Spielgerät kurios abgefälscht. Mindestens ein Abseitstor besiegelte die endgültige Entscheidung – schwärzer kann ein Abend kaum laufen.

Es spricht für die Moral der Mannschaft, dass sie die Schuld nicht vordergründig beim Mann in Schwarz suchte. Sondern sich eigene individuelle Fehler vor den ersten beiden Gegentoren ans Revers heftete. Auch Trainer Rico Schmitt zeigte sich als fairer Verlierer, gratulierte Aalen zu einer effektiven Leistung und bemühte sich bei der Analyse der Gegentore um größtmögliche Sachlichkeit. Vor allem zeigte das Team aber Moral. Aussichtslos im Rückstand rannten die Rot-Weißen immer wieder an, ließen nichts unversucht und gaben sich nie auf. Auch nach dem 0:3 gab es noch Chancen für drei eigene Treffer, zum Beispiel als Hilal El-Helwe frei vor dem Torwart auftauchte. Es sollte nicht sein an diesem Tag, an dem sich irgendwie alles gegen den Halleschen FC verschworen hatte. Ein gutes Gespür hatten die Fans. „Marmor, Stein und Eisen bricht“ schallte es während des Spiels und auch nach Abpfiff von den Rängen – die Liebe zum Club konnte dieses 1:4 nicht brechen. Vielleicht sogar im Gegenteil.

Von: LT / JS

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