1. Männer
19.02.2017

EIN STANDARD ENTSCHEIDET

Es grenzt an ein Wunder, dass in der überaus intensiven Begegnung zwischen dem FC Hansa Rostock und dem Halleschen FC nur ein Tor fiel. Ein Standard entscheidet das Ostderby zugunsten der Gastgeber, der HFC tritt enttäuscht die Heimreise an.

Im Ostseestadion entwickelte sich von Beginn an eine temporeiche und rassige Partie. Die Hausherren starteten druckvoll und kamen vor allem über die rechte Seite mehrfach in die Gefahrenzone. HFC-Keeper Fabian Bredlow war hellwach und spätestens nach zehn Minuten warm. Er parierte nach acht Minuten mit glänzendem Reflex gegen Quiring, war eine Minute später zur Stelle und kratzte nach zehn Minuten eine flache Eingabe von Andrist vor dem einschussbereiten Rostocker vom Boden. Danach kam der Hallesche FC besser ins Spiel, bekam Sicherheit in die Aktionen und verlagerte das Geschehen zunehmend in die gegnerische Hälfte. Den ersten Eckball der Partie bekam der HFC nach 13 Minuten, fünf Minuten später stand Klaus Gjasula bei einem Kopfball knapp im Abseits und Benjamin Pintol setzte den Kopfball nach Flanke von Marvin Ajani bei der bis dahin besten Gelegenheit etwas zu hoch an (20.). Der beste Torschütze der Rot-Weißen lauerte auch nach 28 Minuten bei einem schnellen Angriff über rechts am kurzen Pfosten, bevor Martin Röser aus der Drehung mit dem schwächeren linken Fuß die nächste Großchance besaß und den Ball über das fast leere Tor setzte (39.). Die letzte Schusschance vor der Pause hatte erneut Benjamin Pintol mit links (43.), der HFC war längst gleichwertig und hatte sich das Unentschieden bei Halbzeit nach wackliger Anfangsphase verdient.

Nach dem Wechsel gab Sascha Pfeffer den ersten Torschuss ab (48.), Martin Röser setzte sich auf links durch und fand mit flacher Eingabe keinen Abnehmer im Fünfmeterraum (52.). Hansa wurde immer dann gefährlich, wenn Amaury Bischoff vertikal spielen konnte. Seine Pässe in die Spitze waren durchaus sehenswert, in der 53. Minute holte der starke Fabian Bredlow mit spektakulärer Parade aus der Ecke. Der HFC-Keeper blieb auch Sieger im Eins gegen Eins, als Andrist nach Bischoff-Pass allein auf ihn zulief (64.). In der Folgezeit entwickelte sich ein Spiel mit offenem Visier. Die Rot-Weißen spielten stets mutig nach vorn, hatten durch einen Baumgärtel-Freistoß (66.), eine Direktabnahme durch Klaus Gjasula (70.) und einen Kopfball von Stefan Kleineheismann (72.) gute Möglichkeiten zu einem eigenen Treffer. Beide Mannschaften gaben sich mit dem torlosen Remis nicht zufrieden. Fabian Bredlow war bei einem Andrist-Kopfball erneut zur Stelle (73.), auf der anderen Seite wurde ein Schuss von Marvin Ajani zur Ecke geblockt (75.) und Klaus Gjasula versuchte es aus 14 Metern nochmals direkt (76.). Nachdem Marvin Ajani im Hansa-Strafraum zu Fall gekommen und dafür Gelb statt Strafstoß gesehen hatte (77.), sorgte ein Freistoß mit anschließendem Kopfball von Hoffmann für den ersten Treffer des Tages. Beim 1:0 aus Nahdistanz hatte Fabian Bredlow keinerlei Abwehrchance (80.). In der Schlussphase dieser rassigen Partie warf der HFC noch einmal alles nach vorn, kam gegen kampfstarke Rostocker aber nicht mehr zu gezielten Abschlüssen. Die letzte Schussmöglichkeit hatte Selim Aydemir, traf den Ball aber nicht richtig. Letztlich blieb es beim 1:0 für Hansa in einer Partie, die auch 3:3 hätte ausgehen können. Entsprechend enttäuscht war die Mannschaft des Halleschen FC, die nach sechs Spielen erstmals wieder eine Niederlage hinnehmen musste.

Statistik:
F.C. Hansa Rostock - Hallescher FC 1:0 (0:0)

FCH (blau-weiß): Schuhen - Ahlschwede, Henn, Hoffmann, Holthaus - Erdmann, Gruppe - Andrist, Quiring (77. Gardawski) - Benyamina (84. Väyrynen), Bischoff (74. Wannenwetsch). Trainer: Christian Brand. Ersatzbank: Aubele - Nadeau, Fehr, Ülker.
HFC (rot-rot): Bredlow - Schilk, Kleineheismann (87. Aydemir), Franke, Baumgärtel - Gjasula, Fennell - Ajani, Pfeffer (84. Wallenborn), Röser (63. Diring) - Pintol. Trainer: Rico Schmitt. Ersatzbank: Schnitzler - Barnofsky, Brügmann, El-Helwe.
Tor: Hoffmann (80., Vorarbeit Wannenwetsch). Ecken: 4:9 (1:4). Chancen: 8:5 (3:3). Gelbe Katen: Erdmann (65., Foulspiel), Väyrynen (90.+2, Foulspiel) - Kleineheismann (31., Foulspiel), Baumgärtel (44., Foulspiel), Gjasula (67., Unsportlichkeit), Ajani (77., Schwalbe), Diring (90.+1, Foulspiel).
Schiedsrichter: Sören Storks (Recklinghausen). SRA: Markus Wollenweber, Dominik Jolk.
Zuschauer: 10.300 (darunter ca. 700 HFCer) im Ostseestadion in Rostock.
Äußere Bedingungen: 5 Grad und teilweise Regen. Tiefer und schwer bespielbarer Platz.
Anmerkungen: Beim HFC fehlten Toni Lindenhahn (muskuläre Probleme), Vincent-Louis Stenzel (Reha nach Kreuzbandriss) und Michael Netolitzky (Handbruch) verletzt. Nicht im Kader standen Tobias Müller und Tom Müller. Selim Aydemir bestritt sein 100., Sascha Pfeffer sein 75. Punktspiel für den HFC.
Statistik: LT | JS

Von: LT / JS

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Pos Mannschaft Spiele Tore Pkt
1. MSV Duisburg 24 29:15 46
2. 1. FC Magdeburg 24 36:24 39
3. VfL Osnabrück 24 32:30 36
4. Hallescher FC 23 23:17 35
5. Chemnitzer FC 23 36:27 34
6. Sportfreunde Lotte 22 34:25 34
7. VfR Aalen 23 27:21 34
8. Holstein Kiel 22 33:18 33
9. SSV Jahn Regensburg 23 35:32 33
10. SC Fortuna Köln 23 23:34 33
11. SG S. Großaspach 23 33:30 31
12. F.C. Hansa Rostock 23 27:25 31
13. Werder Bremen II 24 23:35 31
14. SV W. Wiesbaden 24 26:29 28
15. SC Paderborn 07 24 24:40 28
16. FSV Frankfurt 23 28:23 27
17. Preußen Münster 23 29:30 27
18. FC Rot-Weiß Erfurt 23 18:30 26
19. FSV Zwickau 23 24:34 24
20. 1. FSV Mainz 05 II 23 16:37 17

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