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11.05.2018

EIN LETZTER SPAZIERGANG

Die Vögel zwitscherten. Die Blätter rauschten. Das Ambiente hätte Margot Langner gefallen. „Ein letzter Spaziergang – ohne Rollator“, nannte ihr Sohn Michael die Beisetzung des HFC-Ehrenmitgliedes im Friedwald Oranienbaum.

Es gab keine Trauerhalle, keinen Pfarrer und keine gedämpfte Musik. Unter freiem Himmel fanden sich Angehörige und langjährige Weggefährten von Margot Langner am Freitag im Friedwald vor den Toren Dessaus ein, um Abschied zu nehmen und das 94 Jahre alt gewordene HFC-Unikum auf dem Weg zur letzten Ruhe zu begleiten.

Ralph Kühne war anwesend, Jürgen Böhm, Werner Grabaum, Uwe Striesenow, Helga Noffke und noch etliche andere mit HFC-Schal. „Die Edelfans des HFC haben großen Anteil daran, dass sie stets jung blieb und ein solch langes und erfülltes Leben hatte“, würdigte der Sohn von Margot Langer die Rolle des Halleschen FC, der seine stets rüstige Mutter nun im Fußballhimmel. Von dort aus habe sie ganz sicher mitbekommen, wie rührend der Abschied nach dem Tod von Margot Langner im Stadion im Rahmen des Heimspiels gegen Würzburg ausfiel.

Die Urne von Margot Langner hat unter einer Eiche Platz gefunden. Mit Blickrichtung Halle. Zu ihrer Stadt, der sie Zeit ihres Lebens treu blieb. Genau wie dem HFC. Ihrem Verein, auf den sie nie etwas kommen ließ. In guten wie in schlechten Tagen.

Von: LT

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