16.06.10 – „Ich bin selbst auf die Vorschläge der HFC-Anhänger gespannt!“
Das Interview mit dem Geschäftsführer der GP Papenburg Hochbau GmbH
Nachdem in der vergangenen Woche endlich der Bauvertrag zwischen der Stadt Halle/S. und der Bietergemeinschaft der Firmen GP Papenburg und Beton & Rohrbau unterzeichnet wurde, erreichten uns viele Anfragen, wie es denn nun konkret mit der Errichtung des neuen „Schmuckkästchens“ weitergeht. Dazu stellte sich heute Herr Frank Heinze, der als Geschäftsführer der GP Papenburg Hochbau GmbH den sprichwörtlichen „Hut“ für das Gesamtprojekt aufhat, den Lesern des CHEMIKERs online für das folgende Interview zur Verfügung.

Herr Heinze, bitte stellen Sie sich unseren Lesern zuerst einmal kurz vor.
„Ich bin 49 Jahre alt, verheiratet, habe zwei erwachsene Kinder und wohne in Freyburg/Unstrut. Mein Studium in Leipzig schloss ich als Diplom-Bauingenieur ab, bin seit 2002 als Geschäftsführer der GP Papenburg Hochbau GmbH tätig und natürlich ein Anhänger des HFC. Dessen Heimspiele verfolge ich, so oft es mein eng bemessener Terminkalender zulässt. Übrigens: Unser Unternehmen unterstützt - neben vielen weiteren Vereinen und sozialen Projekten in unserer Region - als langjähriger Co-Sponsor den `Fußballclub der Stadt Halle´ in erheblichem Umfang.“

Für welche Projekte waren Sie in den letzten Jahren verantwortlich?
„Hier fallen mir stellvertretend für die vielen verwirklichten Bauvorhaben zuerst der Neubau des Marktcarrées mit der Galeria Kaufhof Halle, der Diakonie Halle in der Merseburger Straße, das PPP-Projekt Schulen in Halle, das Stadtarchiv Halle, die KSB-Versuchshalle oder auch eine Vielzahl an Sanierungen von Wohnungen der HWG ein. Überregional begleitete ich zum Beispiel die Errichtung der neuen Testhalle für den Airbus A380 in Dresden oder der Umbau des Schlosses Osterstein in Zwickau. Wer sich über unsere realisierten Vorhaben etwas näher informieren möchte, kann dazu gern auf unserer Seite die entsprechende Referenzliste einsehen.“

Kommen wir nun zum Ersatzneubau des KWS. Wie sehen die weiteren Schritte nach der Unterzeichnung des Bauvertrages aus?
„Aktuell sind wir gemeinsam mit unserem Partner, der Firma Beton & Rohrbau, intensiv mit der Fertigstellung der Bauentwurfsplanung beschäftigt, um den Bauantrag Mitte August einreichen zu können. Parallel dazu erfolgen gegenwärtig die Ausschreibungen für Nachunternehmer sowie für die Lieferung diverser Fertigteile, wie zum Beispiel von Betonelementen für die Traversen. Die Abrissarbeiten am KWS sollen bereits im Juli beginnen.“

Dieses Bauvorhaben wird doch sicherlich auch umfassend dokumentiert?
„Ja, natürlich! Mit TV Halle gab es dazu bereits Vorabsprachen. Hier könnten wir uns ggf. eine zweiwöchentliche `Serie´ über den Baufortschritt vorstellen. Sicher ist, dass unser Regionalfernsehen einen Dokumentarfilm über den gesamten Bauablauf produzieren wird, welcher später auch käuflich zu erwerben sein soll. Die Mitteldeutsche Zeitung unterstützt uns mit einer Webcam, deren Bilder unter www.mz-web.de, hier beim CHEMIKER online und auch auf unserer Seite veröffentlicht werden. Bei größerer Nachfrage planen wir auch geführte Baustellenbesichtigungen an den Wochenenden.“

Bei den HFC-Anhängern besteht ein großes Interesse an Informationen über „ihr neues Haus“. Welche Möglichkeiten sehen Sie dafür?
„Wir planen zunächst, nach der Fußball-WM eine entsprechende Informationsveranstaltung durchzuführen. Diese sollte in Zusammenarbeit mit dem Fanprojekt Halle und dem HFC-Fanszene e. V. organisiert werden. Hier stehen dann kompetente Mitarbeiter unseres Unternehmens sowie der Firma Beton & Rohrbau und des HFC nicht nur zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Wir nehmen auch gern sinnvolle Anregungen auf und prüfen, inwieweit diese ggf. in den Bauprozess einfließen können.“

Wie könnten sich denn die HFC-Fans konkret in die Umsetzung einbringen?
„Ich denke, dass - bis auf die zuvor genannten Anregungen - tatsächliche `Leistungen mit Muskelkraft´ erst zum Ende der Bauphase möglich sind. Hier bin ich aber selbst schon auf die Vorschläge seitens der Anhänger gespannt!“

Herr Heinze, wir bedanken uns bei Ihnen ganz herzlich dafür, dass Sie sich die Zeit für dieses Interview genommen haben.
JS | Ro-Heb | Foto und Grafik: GP Papenburg